Kanada-1C oder die Personalpolitik der Roosters

Diskussionen rund um die Iserlohn Roosters
JudgeDark
Beiträge: 0
Registriert: Mi 2. Jan 2013, 17:45
Wohnort: Iserlohn
Kontaktdaten:

Kanada-1C oder die Personalpolitik der Roosters

Ungelesener Beitragvon JudgeDark » Di 30. Jun 2015, 17:14

Auf eishockey-magazin.de findet sich ein durchaus interessanter Kommentar zu der Spielersituation in Iserlohn, allerdings auch mit Blick auf die Liga!

“Die Drittelpause”: Hatta nen deutschen Pass? Hatta, hatta, hatta!
Gedanken zur "Neuen Deutschen Welle" in Iserlohn

[...]

Die Ausländerbeschränkung in der DEL ist freiwillig. Alle Einschränkungen sind rechtlich schwer haltbar. Einen gewissen Zulauf eingebürgerter Spieler, egal, ob aus West oder Ost, gab es immer schon. Man kann vor Ort nur die Rahmenbedingungen für Nachwuchsarbeit verbessern, damit die einheimischen Kinder später verbesserte Chancen auf einen Einstieg ins Profigeschäft bekommen. Iserlohn will das schaffen. Man sollte ihnen dabei alle Unterstützung geben, damit sie in Zukunft mehr eigene Spieler produzieren können. Und: Wer jetzt mit dem Finger auf Mendes eingedeutschte Spieler zeigt, der sollte von diesen Jungs auch in Zukunft die Finger lassen und dem eigenen Nachwuchs die Tür noch weiter öffnen. Das wird aber wohl kaum geschehen. Wer die eingedeutschten Iserlohner demnächst abwirbt gilt doch als rein gewaschen oder? Schließlich hat der die Spieler ja nicht nach Deutschland geholt. Das ist die Eishockey-Doppelmoral im Multi-Kulti-Staat!
Unter Eishockey-Profis gilt die Eissporthalle am Seilersee als einer der schlimmsten Orte auf Erden. Ach was, es ist die "Hölle", sagen die meisten.
(Süddeutsche Zeitung - Februar 2017)

Bamboocha
Beiträge: 0
Registriert: So 30. Nov 2014, 19:37
Wohnort: Arnsberg

Re: Gedanken zur "neuen, deutschen Welle" in Iserlohn

Ungelesener Beitragvon Bamboocha » Di 30. Jun 2015, 21:31

Das spricht mir aus der Seele, weil es genau das ist was ich immer sage: Alle schimpfen auf die unsere "Exporte" aber sobald sie erfolgreich sind, reiben sich alle gierig die Hände.
Hockey is figure skating in a war zone - anonymous

JudgeDark
Beiträge: 0
Registriert: Mi 2. Jan 2013, 17:45
Wohnort: Iserlohn
Kontaktdaten:

Re: Gedanken zur "neuen, deutschen Welle" in Iserlohn

Ungelesener Beitragvon JudgeDark » Di 30. Jun 2015, 22:14

Richtig ... scheinheilig ist das! Und wie Brück schon sagt, die Leutz sind einfach nicht clever genug. Ich denke schon, dass man hier mehr jungen Spielern ne Chance geben würde, aber woher nehmen, wenn nicht stehlen.
Es muss dringend was bzgl. unserer Jugend passieren, die zweite Eisfläche muss her ... sonst sehe ich auf Dauer für die Roosters schwarz, könnte ne teure Veranstaltung werden. Ich hoffe, dass man mit Nachdruck versucht da was zu bewegen und ich hoffe, dass die Stadt versteht, wie wichtig die Roosters auch für unsere Stadt und die Region sind.
Unter Eishockey-Profis gilt die Eissporthalle am Seilersee als einer der schlimmsten Orte auf Erden. Ach was, es ist die "Hölle", sagen die meisten.
(Süddeutsche Zeitung - Februar 2017)

Franky
Administrator
Beiträge: 41
Registriert: Mo 28. Mai 2007, 20:22
Wohnort: Meerbusch
Kontaktdaten:

Re: Gedanken zur "neuen, deutschen Welle" in Iserlohn

Ungelesener Beitragvon Franky » Di 30. Jun 2015, 23:07

JudgeDark hat geschrieben:...ich hoffe, dass die Stadt versteht, wie wichtig die Roosters auch für unsere Stadt und die Region sind.
Die Frage habe ich mir vor einiger Zeit in Krefeld gestellt, als die Hallendiskussion im Stadtrat behandelt wurde. Wie wichtig ist ein Eishockeyverein für eine Stadt? Mal ganz pragmatisch betrachtet. Werbung für die Stadt? Dann müsste die Stadt es auch nutzen. Tut sie aber nicht. Die Stadt wirbt so gut wie gar nicht mit dem Eishockeyfeeling in Iserlohn. Wenn man durch die Stadt geht, wird man kaum sehen, dass in Iserlohn DEL-Eishockey gespielt wird. Diesbezüglich macht die Stadt viel zu wenig. Nicht nur im Eishockey. Die ERGI hat 3 von 4 nationalen Titel in den letzten Wochen gewonnen. Ausserhalb der Rollhockeywelt hat es wohl niemand mitbekommen.
Wo die Stadt etwas von profitiert ist vielleicht durch die Steuer bei Übernachtungen eines Gegners im Vierjahreszeiten oder Campus Garden.
Daher bin ich über die Wichtigkeit sehr zwiegespalten. Für mich ist Eishockey in Iserlohn natürlich sehr wichtig. Aber beim aktuellen Stadtrat hab ich Zeifel. Aber nicht nur Eishockeybetreffend ;)
Sagt man Böses von dir, und es ist wahr, bessere Dich. Sind es Lügen, lache darüber. (Epiktet)

Chris_89
Beiträge: 0
Registriert: Do 13. Mär 2014, 17:24

Re: Gedanken zur "neuen, deutschen Welle" in Iserlohn

Ungelesener Beitragvon Chris_89 » Mi 1. Jul 2015, 11:05

Die Stadt intressiert Eishockey doch überhaupt nicht..die bekommen ihr Geld von der Roosters für die Halle und damit sind sie fertig. Auf der anderen Seite gibt es dann noch eine Haushaltssperre so das man für das Eisstadion nichts ausgeben muss und man freut sich das es einen Verein gibt der einem Geld gibt.
Die Stadt könnte mit den Roosters viel mehr machen, aber bis die auf die Idee kommen ist die Halle verfault.

Der Artikel spricht wohl vielen aus der Seele, die Roosters haben einfach einen cleveren und guten Manager der sich einfach das einfallen ließ ud dis nun umsetzt, vorallem mit dem Etat muss er aufpassen. Also ich find das System top und alle die sich beschweren sollen dann bitte auch ihre Griffel von unseren Spielern lassen, die wollen doch ncht so Enden wie wir oder? ;-)
Die Young Roosters haben einfach momentan nicht die Rahmenbedingungen um eigene Profispieler zu produzieren, das ist seit Jahren schon. Warum ging wohl ein Kevin Orendorz nach Krefeld? Weil die einfach die Rahmenbedigungen haben...wen Iserlohn wirklich irgendwann eigene Spieler hervorbringen kann dann brauchen sie ganz schnell ne zweite Eisfläche, am besten sogar ne dritte...und man sollte sich junge Talente aus verscheidenn Teilen Europas nach Iserlohn locken, wofür haben wir nen Internat am Seilersee?! Und man könne sich auch nach Amerika schicken und irgendwann zurück holen, so wie die Amis es mit ihren machen..siehe Ross und Pickard

JudgeDark
Beiträge: 0
Registriert: Mi 2. Jan 2013, 17:45
Wohnort: Iserlohn
Kontaktdaten:

Re: Gedanken zur "neuen, deutschen Welle" in Iserlohn

Ungelesener Beitragvon JudgeDark » Mi 1. Jul 2015, 18:19

@Chris
Die Halle gehört den Stadtwerken und nicht der Stadt, darum werden die wohl auch die Kohle von den Roosters bekommen und alles was mit der Stadt läuft (in Bezug auf die Halle) läuft dann über die Stadtwerke (vermute ich mal).

@Franky
Ja ... man muss sich die Frage stellen, ob der Stadt die Roosters als Werbeträger was bringen. Ich denke aber schon, Möglichkeiten bestehen da ganz bestimmt. Und wenn man es nicht probiert, dann wird man das denke ich nicht rausfinden ... !

Ich finde es schade, dass insbesondere mit den Roosters nichts gemacht wird, wobei man auch mit der ERGI oder auch den Kangaroos arbeiten könnte ... ! Was gibt es denn schon hier großartig in Iserlohn, da sind solche sportlich durchaus erfolgreichen Teams eine gute Möglichkeit. Die Roosters sind ja ein Stück weit Werbeträger für die Stadt und das deutschlandweit!

Klar hängt es nicht alleine an der Stadt, da müssen viele Leute ins Boot geholt werden ... aber ich sehe die Stadt als einen wichtigen Partner in diesem Kontext, der sich mit dem Thema viel zu wenig beschäftigt.
Unter Eishockey-Profis gilt die Eissporthalle am Seilersee als einer der schlimmsten Orte auf Erden. Ach was, es ist die "Hölle", sagen die meisten.
(Süddeutsche Zeitung - Februar 2017)

Chris_89
Beiträge: 0
Registriert: Do 13. Mär 2014, 17:24

Re: Gedanken zur "neuen, deutschen Welle" in Iserlohn

Ungelesener Beitragvon Chris_89 » Mi 1. Jul 2015, 22:15

Mein Lieber Judge...wem glaubst du gehören den die Stadt Werke Iserlohn??? :) Natürlich der Stadt Iserlohn, wer bekommt also alle gewinne der Stadtwerke? Die Stadt...ich wusste das dieser einwand kommen würde. Die Halle und auch die Stadtwerke gehören keinem privat Mann oder sonstigem...die Halle und der Grund und Boden gehört der Stadt...egal ob Stadtwerke oder Stadt im Grundbuch steht.


Von der Homepage der Stadtwerke:

"Die Stadtwerke Iserlohn.

Die Stadtwerke Iserlohn sind Energiespender für das Leben in der Region, und als ein Unternehmen der Stadt Iserlohn...."

JudgeDark
Beiträge: 0
Registriert: Mi 2. Jan 2013, 17:45
Wohnort: Iserlohn
Kontaktdaten:

Re: Gedanken zur "neuen, deutschen Welle" in Iserlohn

Ungelesener Beitragvon JudgeDark » Do 2. Jul 2015, 17:28

Die Stadt mag die Anteile halten, aber glaub mal nicht, dass die Stadtwerke die Stadt sind ... ! Die machen schon ihr eigenes Ding, sind eine Gesellschaft, die am Markt handeln und wirtschaften muss. So einfach wie du dir das machst mein lieber Chris, ist das nämlich nicht! Hier werden unternehmerische Entscheidungen getroffen, sonst ist man am Markt nicht wettbewerbsfähig ... und diese Entscheidungen trifft nicht der Bürgermeister oder die Stadtvertreter. Es gibt ne Geschäftsführung und nen Aufsichtsrat und da werden diese Entscheidungen entwickelt und beschlossen.

Wenn also die Stadtwerke den Roosters die Halle zur Verfügung stellen, dann bekommt die Kohle dafür nicht unmittelbar die Stadt.
Unter Eishockey-Profis gilt die Eissporthalle am Seilersee als einer der schlimmsten Orte auf Erden. Ach was, es ist die "Hölle", sagen die meisten.
(Süddeutsche Zeitung - Februar 2017)

JimBob
Beiträge: 0
Registriert: Sa 28. Dez 2013, 17:41
Wohnort: Werdohl

Re: Gedanken zur "neuen, deutschen Welle" in Iserlohn

Ungelesener Beitragvon JimBob » Mo 6. Jul 2015, 23:06

Was können wir denn dazu das die anderen zu doof zum Scouten sind? :dontknow:

Berlin kauft Gervais....Glückwunsch....Kriegste im Baumarkt wahrscheinlich auch nicht unter 250T Euro :roll: Meckert da einer? Nö... da wird dann die tolle Einkaufspolitik gelobt nen kurz vor der Rente stehenden 423 fachen Ex-NHL Spieler zu binden :roll: Und über uns lästert man weil wir junge Talente holen, mit deutschem Pass ausstatten und bis zur Nationalmannschaft hochentwickeln. Damit uns genau die dann ein bis zwei Saisons später von genau den Meckerköppen weggekauft werden deren Mähhhhhzähn grad die Geldbörse offen im VIP-Raum liegen lässt. Bravo :|

We few, we happy few, we band of brothers

Chris_89
Beiträge: 0
Registriert: Do 13. Mär 2014, 17:24

Re: Gedanken zur "neuen, deutschen Welle" in Iserlohn

Ungelesener Beitragvon Chris_89 » Mi 12. Aug 2015, 19:15

Lieber Judge, ich bleibe bei meiner Meinung!!!
Klar sind die Stadtwerke in erster Linie ein Unternehmen welches Wirtschaften muss um Gewinne zu erzielen, und es ist auch logisch das ein großer Energieverbraucher wie die Eishalle im "Besitz" der Stadwerke befinden. Aber die Halle ist Eigentum der Stadt. Falls du den unterschied zwischen Besitz und Eigentum kennst, falls nicht googlen!!!

Es ist auch Klar das die Zahlungen an die Stadtwerke gehen, aber die Gewinne bzw einiges vom Überschuss geht an die Stadt, die dieses Geld wieder in verschiedene Sachen investieren.
Die Stadtwerke werden keine Umbaumaßnahmen an der Halle durchführen können, da sie dafür kein Geld besitzen da sie es ja für die Versorgung,Fahrzeuge und etc ausgeben werden muss. Die Stadt und deren Rat entscheidet darüber, und da die ja kein Geld haben wird das wohl nichts. Selbst mit kleinen Umbauten. :(

JudgeDark
Beiträge: 0
Registriert: Mi 2. Jan 2013, 17:45
Wohnort: Iserlohn
Kontaktdaten:

Re: Gedanken zur "neuen, deutschen Welle" in Iserlohn

Ungelesener Beitragvon JudgeDark » Do 13. Aug 2015, 08:23

Chris_89 hat geschrieben:Falls du den unterschied zwischen Besitz und Eigentum kennst, ...
Dein detailliertes Fachwissen über die Stadtwerke und die Stadt sowie über so schwere Begrifflichkeiten erstaunt mich immer wieder! :floet:

Ansonsten lasse ich das nun mal ruhen, denn die Wahrheit wird wohl irgendwo in der Mitte von deiner und meiner Meinung liegen. Wir reden hier über ein Konstrukt von diversen Gesellschaften mit unterschiedlichen Anteilsverteilungen, wobei die Stadt einziger Anteilseigner der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH ist, die über dem Ganzen steht. Klar reden die von der Stadt überall mit (sollen sie auch), doch schließt das nicht automatisch mit ein, dass die Stadt die Gewinne abschöpfen kann, alleine darüber verfügt und alleine Entscheidungen über Ausgaben trifft. Hier geht es u. a. um wirtschafts- und steuerrechtliche Fragen, das jetzt im Detail zu erörtern, ist mir zu lästig und zudem gehört es hier nicht hin.

Grundlegend ist es nunmal so, und ich denke da sind wir uns alle einig, dass, egal wer nun welche Anteile wie hält, an der Halle nicht wirklich viel gemacht werden wird, gerade wenn wir an den Sanitärbereich denken. Und das ist und bleibt schade und für ein Aushängeschild, wie die Roosters ist das sehr bitter ... und dieser negativer Eindruck wird natürlich auch auf die Stadt Iserlohn übertragen.
Unter Eishockey-Profis gilt die Eissporthalle am Seilersee als einer der schlimmsten Orte auf Erden. Ach was, es ist die "Hölle", sagen die meisten.
(Süddeutsche Zeitung - Februar 2017)

Bamboocha
Beiträge: 0
Registriert: So 30. Nov 2014, 19:37
Wohnort: Arnsberg

Re: Gedanken zur "neuen, deutschen Welle" in Iserlohn

Ungelesener Beitragvon Bamboocha » Do 13. Aug 2015, 19:11

JudgeDark hat geschrieben:Grundlegend ist es nunmal so, und ich denke da sind wir uns alle einig, dass, egal wer nun welche Anteile wie hält, an der Halle nicht wirklich viel gemacht werden wird, gerade wenn wir an den Sanitärbereich denken. Und das ist und bleibt schade und für ein Aushängeschild, wie die Roosters ist das sehr bitter ... und dieser negativer Eindruck wird natürlich auch auf die Stadt Iserlohn übertragen.
Wäre es dann nicht mal an der Zeit, wenn die Fans selbstständig etwas bezüglich der Sanitärräume machen? Ich denke, sofern Geld dafür vorhanden ist, würde die Stadt/Stadtwerke sicher einer Renovierung zustimmen. Man könnte Spendensammlungen organisieren, vielleicht sogar ohne großen Aufwand. Einfach eine Art Briefkasten oder so etwas an der Tür zu den Toiletten aufhängen und jeder, der etwas reinschmeißen möchte, egal wie viel kann dies freiwillig tun. Gerade wenn in einer Drittelpause 10-15 Leute auf's Klo müssen und zwei schmeißen anschließend einen Euro rein, wollen sich die anderen vielleicht nicht lumpen lassen und als Geizhals dastehen und werfen vielleicht auch was rein. Der "Briefkasten" sollte natürlich nicht direkt im Weg stehen, wenn die Masse an Leuten die Klos stürmen.

Ist jetzt nur mal ein kurzer Gedankengang, vielleicht kann man den erweitern. Leider wohne ich nicht in Iserlohn und kann nicht an jedem Spiel da sein, daher kann ich sowas leider nicht mitorganisieren, was ich auch sehr schade finde, weil bei sowas bin ich immer gern dabei.
Hockey is figure skating in a war zone - anonymous

JudgeDark
Beiträge: 0
Registriert: Mi 2. Jan 2013, 17:45
Wohnort: Iserlohn
Kontaktdaten:

Re: Gedanken zur "neuen, deutschen Welle" in Iserlohn

Ungelesener Beitragvon JudgeDark » Do 13. Aug 2015, 21:34

Der Gedanke ist gut ... aber ich denke viele werden sich sagen, dass sie gerne dabei wären, es aber nicht einsehen, dass von Seiten der Stadt, der Stadtwerke, des Vereins, von wem auch immer nichts kommt! Aber Versuch macht kluch, also wäre es doch schön, wenn sich der Fanbeirat dieses Themas annehmen könnte, um es zumindest mal zu diskutieren. ;)
Unter Eishockey-Profis gilt die Eissporthalle am Seilersee als einer der schlimmsten Orte auf Erden. Ach was, es ist die "Hölle", sagen die meisten.
(Süddeutsche Zeitung - Februar 2017)

JudgeDark
Beiträge: 0
Registriert: Mi 2. Jan 2013, 17:45
Wohnort: Iserlohn
Kontaktdaten:

Re: Gedanken zur "neuen, deutschen Welle" in Iserlohn

Ungelesener Beitragvon JudgeDark » Mo 31. Aug 2015, 19:19

Im Sonderheft der EN ist ein ausführliches Interview mit Spielern und Offiziellen bzgl. der Entwicklung in der DEL und der Nationalmannschaft, in der auch die Politik der Roosters teils offen kritisiert wird. Für mich schon ein Unding, dass nicht wenigstens ein Mende eingeladen wurde, um dazu Stellung beziehen zu können, aber da hatte die EN wohl den Mut nicht zu. Man liest dann da Kommentare wie von einem gewissen Hr. Greilinger, den ich hier zitieren möchte, der auf das Thema der deutschen Pässe angesprochen wird:

Frage:
Die Teams verpflichten immer mehr Spieler mit deutschen Pässen - manche Spieler erzählen, sie hätten erst von den Agenten vom deutschen Pass erfahren. Nimmt das Ganze nicht langsam Überhand?

Thomas G. aus I.
"Anscheinend finden die ganzen Vereine die Transferpolitik in Iserlohn hervorragend. Nicht umsonst wurde ja Iserlohns Sportchef Karsten Mende von den DEL-Clubs zum Manager des Jahres gewählt."


Auch wenn wir wirklich das Team mit den meisten eingebürgerten Spieler sind, finde ich es doch ehrlich gesagt eine Frechheit, dass sich ein Thomas G. so äußert! Und zudem wird man das Gefühl nicht los, dass wir Iserlohner schuld sind an der Misere im deutschen Eishockey! :gruebel: :kaffee: :roll:
Unter Eishockey-Profis gilt die Eissporthalle am Seilersee als einer der schlimmsten Orte auf Erden. Ach was, es ist die "Hölle", sagen die meisten.
(Süddeutsche Zeitung - Februar 2017)

Bamboocha
Beiträge: 0
Registriert: So 30. Nov 2014, 19:37
Wohnort: Arnsberg

Re: Gedanken zur "neuen, deutschen Welle" in Iserlohn

Ungelesener Beitragvon Bamboocha » Mo 31. Aug 2015, 20:07

Man hat da leider schnell einen Sündenbock gefunden, wenn es nicht läuft. Dass allerdings ein Brent Raedeke hier aufgebaut und mit einem deutschen Pass ausgestattet jetzt für die Adler und die Nationalmannschaft spielt wird außer acht gelassen. Auch dass ein Herr Sullivan erst unheimlich begehrenswert für andere Vereine wurde als Mende ihm einen deutschen Pass gab findet nirgendwo Erwähnung. Ich hab das Interview auch gelesen und ich hab mich sehr darüber geärgert dass dieses Thema scheinbar immer noch in den Vereinen diskutiert wird. Schaut man mal ins geschätzte Etat, welches ja dort auch im Heft angegeben wird, sieht man schnell dass die Top Clubs teils mehr als das doppelte zur Verfügung haben, sicher auch in Sachen Ausbildung, Scouting etc. Und wenn man dann Thomas Greilinger hört: "So gesehen hat der ERC Ingolstadt mit dem Ingolstädter Weg, dem Bau des Internats und der Planung der dritten Eisfläche einen guten Grundstein gelegt." Ab da hört für mich jegliche Diskussion über das Thema auf! Sollen die Topclubs doch mal mit dem Etat auskommen und dennoch erfolgreich sein. Wenigstens stecken bei uns kein Software-Konzern, kein Energy -Drink Hersteller, kein Automobil-Riese und kein Metro-Schmuckhersteller im Hintern.
Hockey is figure skating in a war zone - anonymous

blackpanther1987
Beiträge: 0
Registriert: Di 7. Okt 2008, 22:49

Re: Gedanken zur "neuen, deutschen Welle" in Iserlohn

Ungelesener Beitragvon blackpanther1987 » Di 1. Sep 2015, 08:07

Vielleicht sollten wir bei der nächsten Live Übertragung von Servus TV mal mit Bannern darauf aufmerksam machen , dass die Spieler komischerweise nach 1-2 Saisons ausgerechnet von denen weggekauft werden die nicht Wissen wohin Sie mit ihren ganzen Millionen sollen bzw. weil Sie selber keine Ahnung haben von gutem Scouting :rauf:

Finde das zwar selbst auch nicht schön aber Wir sind nunmal ein kleiner Verein und haben keinen so finanzkräftigen Sponsor ala SAP, VW, Red Bull da müssen wir uns eben anders helfen.

JudgeDark
Beiträge: 0
Registriert: Mi 2. Jan 2013, 17:45
Wohnort: Iserlohn
Kontaktdaten:

Re: Gedanken zur "neuen, deutschen Welle" in Iserlohn

Ungelesener Beitragvon JudgeDark » Di 1. Sep 2015, 19:19

Es ist richtig, dass wir mit dieser Vorgehensweise nicht gerade das deutsche Eishockey fördern ... aber hey, die anderen machen es auch nicht, also warum sollen wir es alleine tun. Zudem ist an diesem Weg bisher nichts verwerfliches oder verbotenes, von daher finde ich da nichts Negatives dran. Wir sind nunmal ein Team mit kleinem Budget und da muss man aus der Kohle machen was geht ... und schlußendlich stehen wir uns selbst immer noch am nächsten.
Unter Eishockey-Profis gilt die Eissporthalle am Seilersee als einer der schlimmsten Orte auf Erden. Ach was, es ist die "Hölle", sagen die meisten.
(Süddeutsche Zeitung - Februar 2017)

JudgeDark
Beiträge: 0
Registriert: Mi 2. Jan 2013, 17:45
Wohnort: Iserlohn
Kontaktdaten:

Re: Gedanken zur "neuen, deutschen Welle" in Iserlohn

Ungelesener Beitragvon JudgeDark » Do 26. Nov 2015, 21:44

Ich füge das mal hier rein, weil es irgendwie passt ... !

Haie-Stürmer Salmonsson will verlängern und Deutscher werden
Salmonssons Vater ist Schwede, seine Mutter Elke wurde als Kind Stuttgarter Eltern in Schweden geboren. Allerdings gab sie ihren deutschen Pass 1984, zwei Jahre vor der Geburt ihres Sohnes, ab. „Sie hätte damals sonst den schwedischen Pass abgeben müssen, und sie ist in Schweden zu Hause“, berichtet Salmonsson. „Hätte sie bei meiner Geburt noch den deutschen Pass gehabt, wäre meine Einbürgerung wohl schon durch.“

Iserlohn kulanter als Köln

Ganz gerecht findet er das nicht – denn: „Ich bin zu 50 Prozent Deutscher. Andere Spieler in der Liga bekommen schon den deutschen Pass, wenn sie einen deutschen Cousin haben“, sagt Salmonsson in Anspielung auf die vielen Deutsch-Kanadier des DEL-Konkurrenten Iserlohn. KEC-Geschäftsführer Peter Schönberger erklärt: „In anderen Städten, zum Beispiel in Iserlohn, laufen die Einbürgerungsverfahren schneller, man ist dort kulanter. Das soll keine Kritik an Köln sein, aber es gibt hier keine Gleichbehandlung in der Liga.“

(Quelle: ksta)
Unter Eishockey-Profis gilt die Eissporthalle am Seilersee als einer der schlimmsten Orte auf Erden. Ach was, es ist die "Hölle", sagen die meisten.
(Süddeutsche Zeitung - Februar 2017)

JudgeDark
Beiträge: 0
Registriert: Mi 2. Jan 2013, 17:45
Wohnort: Iserlohn
Kontaktdaten:

Re: Gedanken zur "neuen, deutschen Welle" in Iserlohn

Ungelesener Beitragvon JudgeDark » Do 3. Dez 2015, 08:12

Und wie auf unserer HP zu lesen sind wir bemüht im Nachwuchsbereich gute Arbeit zu leisten!

Auf dem Weg zum fünften Stern
Unter Eishockey-Profis gilt die Eissporthalle am Seilersee als einer der schlimmsten Orte auf Erden. Ach was, es ist die "Hölle", sagen die meisten.
(Süddeutsche Zeitung - Februar 2017)

Bamboocha
Beiträge: 0
Registriert: So 30. Nov 2014, 19:37
Wohnort: Arnsberg

Re: Gedanken zur "neuen, deutschen Welle" in Iserlohn

Ungelesener Beitragvon Bamboocha » Do 3. Dez 2015, 10:33

Ich find es super, was der IEC an Nachwuchsarbeit leistet. Wer da noch kritisiert, dem kann man nicht mehr helfen. Mein Sohn würde auch gern Eishockey spielen, aber jedes mal von Arnsberg nach Iserlohn fahren ist leider etwas zeitaufwändig und teuer.
Hockey is figure skating in a war zone - anonymous