In Hamburg sagt man tschüß, dass heißt für mich aus ...

Diskussionen rund um die Iserlohn Roosters
Martti Jarkko
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In Hamburg sagt man tschüß, dass heißt für mich aus ...

Ungelesener Beitrag von Martti Jarkko »

So, das war es für mich in Sachen ColorlineArena nun endgültig, ich habe die Schnauze voll! Neben der Köln- Lanxess-, oder "Scheiß die Wand an"-Arena ist dies nun die nächste DEL-Spielstätte, die auf meinem persönlichen "Da muss ich nicht mehr hin"-Index gelandet ist.

Was man in Sachen Hockey nicht alles auf sich nimmt, total übermüdet nach einer anstrengenden Samstag Nacht macht man sich um 8:30 Uhr auf den Weg nach HH, zu diesem Zeitpunkt hat man schon seit gut 20 Stunden kein Auge mehr zu gemacht, aber was solls, man fährt zum Hockey um sein Team zu unterstützen!

Man trifft sich also mit den anderen Mitfahrern, ein wenig genervt, weil man den Treffpunkt in der Nähe der A1 nicht gleich gefunden hat und steigt trotzdem recht gut gelaunt in das Fahrzeug das einen zum Spiel bringen wird.

Die Fahrt ansich gestaltet sich recht kurzweilig und man erreicht das Ziel in guter Stimmung, aber ab da folgt Dämpfer auf Dämpfer und der Besuch eines Eishockeyspiels in HH wird einem, also zumindestens mir, für lange Zeit vergräzt!

Was bedeutet der Besuch eines Eishockeyspiels in HH für einen Gästefan denn eigentlich genau, es bedeutet, dass man für einen Parkplatz 4 € zahlen muss, es bedeutet, dass man auf diesem Parkplatz von sage und schreibe 8 oder 9 Parkplatzwächter zielgenau in die Parkbox dirigiert wird, selber, bzw. der betreffende Fahrer aber anscheinend zu dumm sein muss, um dies ordnungsgemäß zu bewerkstelligen. Es bedeutet aber auch, dass man es für wiederum nicht für nötig hält, den Übergang über die angrenzende und durchaus stark befahrene Straße zu sichern, sollen die Leute halt selbst sehen wie sie über die Straße kommen, denn viel viel wichtiger ist es ja, dass jeder Besucher sein Auto richtig eingeparkt hat, ob die Leute dann anschließend beim überqueren der Straße von einem anderen Auto erfasst werden könnten ist aber egal, denn Hauptsache ist und bleibt wir haben die 4 € im Sack und der Wagen steht so, dass daneben auch noch jemand parken kann und wir weiteres Geld kassieren können!

Eishockey in HH bedeutet in eine Arena verfrachtet zu werden, die an Seelenlosigkeit jedem Flughafenterminal der Republik zur Ehre gereichen würde. Eishockey in HH bedeutet eineinhalb Stunden vor dem Spiel sich innerhalb dieser Arena so deplaziert zu fühlen, dass man sich wünscht diese Fahrt nicht auf sich genommen zu haben. Die erste von zahlreichen Sinnkrisen setzt ein.

Eishockey in HH bedeutet so genervt von dieser Trostlosigkeit zu sein, dass man verzweifelt von einem Raucherbalkon zum nächsten Raucherbalkon wandelt, nur um auf dem jeweiligen Balkon eine weitere Zigarette, gegen die einsetzende und sehr enttäuschende Langweile, zu rauchen!

Eishockey in HH bedeutet, sich aufgrund der hohen Preise angewidert von den Verpflegungständen abzuwenden, denn man ist nicht bereit für einen Cheeseburger 3,10 € auf die Theke des Standes zu legen. Wo Preis und Leistung derart negativ zu einander divergieren, da bleibt man lieber hungrig bis man auf der Heimfahrt bei einer bekannten Fast-Food-Kette amerikanischer Prägung stoppt und seinen Hunger stillt. Man zahlt diese unverschämt hohen Preise eben einfach nicht und lässt sich nicht überteuerten Müll vorsetzen, wenn schon Müll, dann aber doch bitte billiger!

Eishockey in HH bedeutet Minuten vor dem Spiel mit einer pseudocoolen Show auf das Spiel eingestimmt zu werden und dabei zu denken, was dieser Affenzirkus eigentlich soll und wer braucht das überhaupt? Ich brauche es jedenfalls nicht und bin tierisch angenervt und angeödet. Es ist so lächerlich es spottet jeder Beschreibung und nein, man muss es nicht einmal miterlebt haben, denn es ist beliebig austauschbar und von irgendwelchen geldgeilen Marketingfutzis ersonnen worden, jegliche Spontanität, Originalität und Emotion fehlt, es ist schlicht und einfach ein herzlos maßloses Gekaspere zum Amüsment der denkbefreiten berieselungswilligen Eishockeyverbraucher!

Eishockey in HH bedeutet, dass man für schlappe 18,50 € vom Veranstalter unter das Dach verfrachtet wird, wo man aus gefühlten 100 m Höhe auf die Eisfläche samit klitzekleiner Spieler blicken darf. Es bedeutet aber auch, dass die Trommeln der einheimischen Fans extra noch mit Mikrofonen verstärkt werden, nur um dem unwissenden Eventie so etwas wie Stimmung vorgaukeln zu können. Echte Stimmung ist hier so deplaziert, wie Heringe auf der Kuhaktion!

Eishockey in HH bedeutet, dass der Veranstalter zudem vor Ort ca. 3000 Freikarten verteilen lässt, um die Bude zum Schein knapp zur Hälfte fühlen zu können. Ich aber als Gast, werde mit dem stolzen Eintrittpreis nahe der 20 Eurogrenze dreist abgezockt und soll mir dann auch noch den vorher beschriebenen Unsinn kommentarlos ziehen? Eine weitere Sinnkrise setzt ein!

Eishockeyin HH bedeutet, letztlich auch noch, dass man als Gast nicht wirklich gastfreundlich willkommen geheißen wird. Man ist nur blöde Staffage im kommerziellen Wahnsinnsspiel und wird willkürlich vom Schickimicki aufgestylten Ordnungspersonal zu unrecht verdächtigt eine Schandtat (die nicht sein muss und die ich keineswegs begrüße oder befürworte), wie das ankleben von Aufklebern auf eine Metallstange in einer 6 Jahre alten Arena begangen zu haben. Es wäre ja auch zu schlimm, wenn dieser schicke Tempel des Mammon heute nicht mehr so toll aussehen würde, wie zu jenem Zeitpunkt als man ihn eröffnet hat. Diese Begründung dient wirklich nur zu gut, um ein völlig überzogenes und rigides Verhalten an den Tag zu legen und Unschuldige über eine dreiviertel Stunde fest zu setzen. Selbstverständlich wollte man auch noch die Personalien feststellen, man ist als stylischer Ordnungsdienst zwar gar nicht befugt dazu, aber versuchen darf man es ja mal. Immerhin wurde dem Wunsch entsprochen, dass man den Job der Personalienfeststellung doch besser der Polizei überlassen sollte und man diese dann doch bitte zu rufen habe, wenn man wissen wolle wer der Festgesetzte, also ich, denn nun sei. Als die Polizei dann endlich eintraf war die Sache mit den Personalien schnell erledigt, es wurde von den Ordnungskräften zügig erkannt und erfasst, dass man weder ein DEL-weites Stadionverbot hat, noch dass man keinerlei Straftaten von seitens der Polizei bezichtigt werden kann und es somit wohl keinen weiteren Grund gäbe mich weiterhin unrechtmäßig und willkürlich fest zu halten! Oberschickmickiordner und Polizei erklärten mir dann unisono ich könne mich jetzt wieder in der Arena frei bewegen. Hurra, was habe ich mich gefreut, endlich dahin wo ich mich wohler fühle als an diesem Ort! Ich habe die Stätte der Gastlichkeit daraufhin also verlassen, die letzten 10 Spielminuten der Partie habe ich wartend vor der Arena verbracht, um anschliessend wieder auf meine Mitfahrer zu treffen, damit wir so schnell wie möglich den Ort des Geschehen verlassen konnten und ich auch endlich was essen konnte.

Eishockey in HH bdeutet auch noch und das setzt dem ganzen zum Abschluß die Krone auf, es bedeutet also, dass man Bierpfützen die den Boden böse verunstalten am besten sofort und unverzüglich durch die schnell herbeigerufene Putzfrau entfernen lässt.

Fazit aus dieser Geschichte ist für mich jedenfalls:

In Hamburg sagt man tschüß, dass heißt für mich aus Iserlohn auf Nimmerwiedersehen!


Künstlich, sauber, steril und kommerziell, Welcome on Planet Ice!
Zuletzt geändert von Martti Jarkko am Mo 16. Nov 2009, 19:13, insgesamt 2-mal geändert.
Chriso
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Re: In Hamburg sagt man tschüß, dass heißt für mich aus ...

Ungelesener Beitrag von Chriso »

Hi.
casinosoul
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Re: In Hamburg sagt man tschüß, dass heißt für mich aus ...

Ungelesener Beitrag von casinosoul »

Die Halle in HH, besser: das Anschutz Eishockey-Business-Modell in HH ist schlicht und einfach nur für die Tonne. Diese Tonne hast du sehr schön beschrieben. :rauf: :rauf:

Wahrscheinlich bekommt die arme Putzfrau dort nicht mehr als 3 EUR - okay wir sind in HH: 4 EUR - die Stunde. Natürlich nur auf Abruf. Die Investoren der Arena sind halt nicht aus Spaß, Menschenliebe oder gar Hockeyfreude dabei.

Wenn dieser Hyper-Kommerz so weiter geht, dann kostet das Parken bei der nächsten Totenfeier eines "vorbildlichen Sportlers und Menschen" bestimmt sicherlich auch 5 bis 10 EUR. :lol:
casinosoul
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Re: In Hamburg sagt man tschüß, dass heißt für mich aus ...

Ungelesener Beitrag von casinosoul »

Jau, für Aufkleber gibts in HH bundesweites Stadionverbot. :lol:

Ich lach mich schlapp. :lol: :lol: :lol:

Will die DEL der Stasi Konkurrenz machen? :roll:
Borussia
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Re: In Hamburg sagt man tschüß, dass heißt für mich aus ...

Ungelesener Beitrag von Borussia »

Tja, MJ ist halt immer wieder der Mann für die großen Worte mit viel Wahrheit drin. :rauf:

Nur zum Spiel würde mich in diese Drecksarena rein gar nix ziehen. Beim Auswärtsmatch in Hamburg ist es in der Regel das Drumrum, was mich und viele andere überhaupt zum Fahren ermuntert. Fischmarkt, Reeperbahn, Dom, das zieht, weil es ein rundes Wochenende draus macht.

Allerdings wurde das (für uns insgesamt geniale) Wochenende durch die CLA und deren Schergen zu keinem schönen Ende gebracht.

Liebe Leute in Hamburg, so macht Ihr unseren Sport, und all das, was wir an ihm lieben, langsam aber sicher kaputt.
Und gerade Ihr solltet langsam begriffen haben, daß Ihr nicht nur von den Eventies leben könnt, dafür sind Eure Zuschauerzahlen und deren Entwicklung zu eindeutig.
Besinnt Euch darauf, daß Eishockey ohne Fans noch nirgendwo wirklich auf lange Sicht geklappt hat. Sonst sind die schönen Seiten Eurer Stadt für uns bald nicht mehr schön genug um die CLA in Kauf zu nehmen... :O
18.Mai 2008
Ganz Deutschland feiert ein denkwürdiges Jubiläum:
Der Gelsenkirchener Vorortclub wartet 50 Jahre auf einen Meistertitel!!!
http://www.youtube.com/watch?v=fu63DSIe ... ed&search=" target="_blank
Modano
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Re: In Hamburg sagt man tschüß, dass heißt für mich aus ...

Ungelesener Beitrag von Modano »

Die Arenen in Hamburg, Köln und Berlin gehören zu den schönsten und modernsten in Europa. Ich gucke mir die Spiele sehr gerne dort an und fahre immer wieder zu diesen Standorten!
Ich sitze lieber auf gepolsterten Plätzen anstatt in Iserlohn auf Tribünen mit Müll und Assis zu stehen.
Und das drumherum in Hamburg ist doch gerade toll. Der Videowürfel mit den Animationen, die Show vor Beginn usw. Ich zitiere von der HHF-Homepage: "Bei uns wird sogar die Eisaufbereitung zum Erlebnis" :). So macht das richtig Spaß. Man hat auch drumherum immer was zu gucken und die Eintrittskarten sind in jeder anderen Arena ebenfalls noch günstiger.
Franky
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Re: In Hamburg sagt man tschüß, dass heißt für mich aus ...

Ungelesener Beitrag von Franky »

Ich mag Modanos schwarzen + ironischen Humor :)
Sagt man Böses von dir, und es ist wahr, bessere Dich. Sind es Lügen, lache darüber. (Epiktet)
Jule
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Re: In Hamburg sagt man tschüß, dass heißt für mich aus ...

Ungelesener Beitrag von Jule »

Wenn man zum Eishockey nach HH,Köln,Düsseldorf usw.fährt,sprich sich ein Eishockeyspiel in einer Arena anschaut, muss man sich nun mal damit abfinden,das man nur auf sch...Raucherbalkons rauchen darf,mind. 4 Euro Parkgebühr bezahlt,keine Stimmung erlebt,wahrscheinlich unter dem Hallendach sitzt und ALLES teuer ist. Das bringen diese "tollen" Arenen halt mit sich.
Aber das weiß man(n) ja wohl vorher oder? Und wer da kein Bock drauf hat solls halt bleiben lassen und nicht rummeckern.
Ich bin auch kein Sympathiesant von Arenen aber,wenn ich in eine Arena fahre weiß ich worauf ich mich einlasse und für ein Roostersspiel tue ich dies gerne :)
al
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Re: In Hamburg sagt man tschüß, dass heißt für mich aus ...

Ungelesener Beitrag von al »

Die Hexenkesselgarantie kann man bei uns aber auch schon lange nicht mehr käuflich erwerben. Von daher würde ich mich bei aller vllt. auch angebrachter Kritik auch ein wenig in Bescheidenheit üben.
"An Freitag dem 13. passieren schlimme Dinge..... für den AEV..... 6:0 Roosters" -al
Zapfhahn
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Re: In Hamburg sagt man tschüß, dass heißt für mich aus ...

Ungelesener Beitrag von Zapfhahn »

Martti Jarkko hat geschrieben:Was bedeutet der Besuch eines Eishockeyspiels in HH für einen Gästefan denn eigentlich genau, es bedeutet, dass man für einen Parkplatz 4 € zahlen muss, es bedeutet, dass man auf diesem Parkplatz von sage und schreibe 8 oder 9 Parkplatzwächter zielgenau in die Parkbox dirigiert wird, selber, bzw. der betreffende Fahrer aber anscheinend zu dumm sein muss, um dies ordnungsgemäß zu bewerkstelligen.
Dann fahr mal zur Finnland-Rallye. Da darfst du für 5 € auf einer Wiese parken. 5 bis 6 Einweiser sind aber auch dort im Preis enthalten. Dafür kam es dann auch schon vor, daß wegen der sehr weiträumigen Absperrung noch ein Shuttlebustransfer für die 4 km vom Parkplatz zur Strecke notwendig wurde, der nochmals 4 € kostete. Und das für eine Sonderprüfung, die vielleicht 90 min dauert. Bei jedem größeren Ortswechsel fallen die Kosten natürlich neu an. Und alles zusätzlich zum angeblich "all-inclusive" Wochenendticket für 55 €. Großveranstaltungen im Sport werden allgemein immer mehr zur Melkmaschine für den zahlenden Besucher.
Sascha112
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Re: In Hamburg sagt man tschüß, dass heißt für mich aus ...

Ungelesener Beitrag von Sascha112 »

Das hast du doch überall nicht nur im Sport. Ob im Zoo bei Arenen oder bei Konzerten. Du musst den Parkplatz fasst immer zahlen. Einweiser finde ich sogar ganz gut. Denn wenn man keine hätte würden nur halb so viele Fahrzeuge drauf passen.
Martti Jarkko
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Re: In Hamburg sagt man tschüß, dass heißt für mich aus ...

Ungelesener Beitrag von Martti Jarkko »

Jule hat geschrieben:Wenn man zum Eishockey nach HH,Köln,Düsseldorf usw.fährt,sprich sich ein Eishockeyspiel in einer Arena anschaut, muss man sich nun mal damit abfinden,das man nur auf sch...Raucherbalkons rauchen darf,mind. 4 Euro Parkgebühr bezahlt,keine Stimmung erlebt,wahrscheinlich unter dem Hallendach sitzt und ALLES teuer ist. Das bringen diese "tollen" Arenen halt mit sich.
Aber das weiß man(n) ja wohl vorher oder? Und wer da kein Bock drauf hat solls halt bleiben lassen und nicht rummeckern.
Ich bin auch kein Sympathiesant von Arenen aber,wenn ich in eine Arena fahre weiß ich worauf ich mich einlasse und für ein Roostersspiel tue ich dies gerne :)
Man muss sich schon mal mit gar nichts abfinden, was ist das überhaupt für eine selten dämliche Aussage?

Und gerade die drei von dir genannten Standorte beweisen es ja, dass sich immer mehr Menschen mit den Gegebenheiten, trotz der tollen Arenen, nicht abfinden wollen und lieber mit dem Allerwertesten zu Hause bleiben oder woanders hingehen. Wenn sich irgendwann keiner mehr mit den Gegebenheiten abfindet, spätestens dann werden die Gegebenheiten geändert.
Zuletzt geändert von Martti Jarkko am Sa 21. Nov 2009, 13:03, insgesamt 1-mal geändert.
al
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Re: In Hamburg sagt man tschüß, dass heißt für mich aus ...

Ungelesener Beitrag von al »

Jeder entscheidet mit seinem Geldbeutel an der Kasse, sowohl in den Arenen, als auch in den altehrwürdigen Eissporthallen. Tun wir aber mal nicht so, als hätten die Kassels, Straubings, Augsburgs und Iserlohns der Welt jedes Spiel ausverkauft und würden das ganze Jahr über eine Fete nach der anderen feiern.

M.E. ist das / sind die Grundübel nicht rein arenaspezifisch, mglw. kommen dort noch Zusatzfaktoren hinzu, das Geld sitzt beim Zuschauer aber doch überall gleich locker, oder eben auch nicht. Und im Vergleich zum Foppes ist Eishockey recht teuer. Mit immer mehr Menschen die immer weniger Geld zusammenhalten müssen, kommt der Sparzwang eben auch früher oder später in der Freizeitgestaltung an.
Wenn es zudem dann einmal eine Saison sportlich gar nicht läuft, ist das für so manchen nur ein Grund mehr noch mehr Cherry-Picking zu betreiben, was die Spielauswahl angeht.
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Martti Jarkko
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Re: In Hamburg sagt man tschüß, dass heißt für mich aus ...

Ungelesener Beitrag von Martti Jarkko »

al hat geschrieben:Jeder entscheidet mit seinem Geldbeutel an der Kasse, sowohl in den Arenen, als auch in den altehrwürdigen Eissporthallen. Tun wir aber mal nicht so, als hätten die Kassels, Straubings, Augsburgs und Iserlohns der Welt jedes Spiel ausverkauft und würden das ganze Jahr über eine Fete nach der anderen feiern.

M.E. ist das / sind die Grundübel nicht rein arenaspezifisch, mglw. kommen dort noch Zusatzfaktoren hinzu, das Geld sitzt beim Zuschauer aber doch überall gleich locker, oder eben auch nicht. Und im Vergleich zum Foppes ist Eishockey recht teuer. Mit immer mehr Menschen die immer weniger Geld zusammenhalten müssen, kommt der Sparzwang eben auch früher oder später in der Freizeitgestaltung an.
Wenn es zudem dann einmal eine Saison sportlich gar nicht läuft, ist das für so manchen nur ein Grund mehr noch mehr Cherry-Picking zu betreiben, was die Spielauswahl angeht.
Richtig, es entscheidet jeder selbst wofür er sein Geld ausgibt und wofür nicht.

Und auch richtig, Kassel, Straubing, Augsburg und Iserlohn haben nicht jede Woche ne volle Hütte und es ist auch dort nicht alles Gold was glänzt, aber die Hallen sind (Ausnahme hier wahrscheinlich Augsburg) beim Eishockey sehr viel besser ausgelastet als die monströsen Arenen in Köln, HH, Hannover oder Düsseldorf. Vom Größenverhältnis der Städte mit Hallen gegenüber den Städten mit Arenen mal ganz zu schweigen, da hat jeder Standort seine ganz speziellen Voraussetzungen, wobei diese bei Licht betrachtet anscheinend in den kleineren Orten als etwas besser zu erachten sind!

Am Sparzwang der Verbraucher, Kunden oder Fans kann es aber nicht liegen, dass einige Standorte so rapide Zuschauerverluste zu beklagen haben, denn würde man dieser Theorie folgen, so müssten ja alle Standorte mehr oder weniger gleichermaßen damit zu kämpfen haben. Es bliebe dann noch der sportliche Faktor, bzw. Anspruch und Wirklichkeit und die Frage wie man die Liga als Produkt grade in den betreffenden Standorten nach außen hin verkauft. Werbung für den Eishockeysport sieht meiner Meinung nach jedenfalls anders aus.

Gerade wenn man dies alles bedenkt, so ist das Treiben rund um die Arena in HH um so verwunderlicher, am Ende darf man sich dann auch nicht wundern, wenn noch mehr potentielle Kunden das Angebot ausschlagen und ihr Geld woanders hintragen. Wer sich in Krisenzeiten nicht flexibel genug an den Markt anpassen kann, der wird es letztendlich schwer haben die Krise zu überstehen. Gerade jetzt sollte man seine Marketingstrategie überdenken und sie an die Bedürfnisse der Kundschaft anpassen! Service für den man als Kunde nicht bezahlen muss lockt Kunden, Service für den man als Kunde unverhältnismäßig viel zahlen muss stößt Kunden und potentielle Kunden hingegen ab.
Jule
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Re: In Hamburg sagt man tschüß, dass heißt für mich aus ...

Ungelesener Beitrag von Jule »

Man muss sich schon mal mit gar nichts abfinden, was ist das überhaupt für eine selten dämliche Aussage?

Und gerade die drei von dir genannten Standorte beweisen es ja, dass sich immer mehr Menschen mit den Gegebenheiten, trotz der tollen Arenen, nicht abfinden wollen und lieber mit dem Allerwertesten zu Hause bleiben oder woanders hingehen. Wenn sich irgendwann keiner mehr mit den Gegebenheiten abfindet, spätestens dann werden die Gegebenheiten geändert.[/quote]

Aha,meine Aussage war dämlich. Was ist denn dann bitte deine?
Du willst dich zwar nicht mit den tollen Arenen abfinden fährst aber trozdem nach HH in eine ARENA,anstatt mit dem Allerwertesten zu haus zu bleiben?
Wo ist denn da bitte der Sinn? Erklär mir das doch bitte mal!
Und noch was,was hattest du dir denn von HH versprochen? Eine schöne "kleine" Arena,wo man keine Parkgebühren zalht, für 18 Euro eine guten Platz hat, alles günstig ist und wo du Austrittskarten bekommst,damit du vor der Halle rauchen kannst? :lol: Natürlich ist es in HH genauso wie in Köln und jeder anderen Arena. Arena ist und bleibt Arena aber eigentlich weiß man sowas auch. Oder kennst du eine Arena wo diese Punkte alle nicht zu treffen?
Aber ich find es gut,dass du jetzt keine Arena mehr besuchst und wir uns nicht mehr dein Gemecker über die sch... Arenen durchlesen "müssen" :rauf:

Außerdem hatte ich geschrieben : Wenn man eine Arena besucht muss man sich mit den Gegebenheiten abfinden. Wenn man dies nicht tut muss man sich natürlich mit nix abfinden.
casinosoul
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Re: In Hamburg sagt man tschüß, dass heißt für mich aus ...

Ungelesener Beitrag von casinosoul »

Wenn man es mal nüchtern betrachtet, dann sind die Plätze in den Oberrängen der Arenen allein schon deswegen nicht das Geld wert, weil man vom Spiel schlicht und einfach viel zu weit entfernt ist. Diese Perspektive ist Hockey zum Abgewöhnen. Das ist in den deutschen Arenen grundsätzlich nicht anders als in der NHL.

Hinzu kommt der Hyperkommerz drumherum. Minderwerte Kost für überteuerte Preise. Dazu eine Arenakarte, die für den Arenabetreiber nur Vorteile und für die Fans nur Nachteile hat.

Warten wir mal ab, wer in 10 Jahren in der DEL spielt. Hamburg???? Ich tippe auf Schwenningen. :D

Vor 10 Jahren meinte jeder im MK-Land und anderswo, dass Iserlohn nichts in der DEL zu suchen habe. Man wurde selbst in Iserlohn als Träumer angesehen, wenn man dem widersprach. Nur Wolfgang Brück widersprach mir nicht. :D
al
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Re: In Hamburg sagt man tschüß, dass heißt für mich aus ...

Ungelesener Beitrag von al »

Martti Jarkko hat geschrieben: Vom Größenverhältnis der Städte mit Hallen gegenüber den Städten mit Arenen mal ganz zu schweigen, da hat jeder Standort seine ganz speziellen Voraussetzungen, wobei diese bei Licht betrachtet anscheinend in den kleineren Orten als etwas besser zu erachten sind!
Andere Städte haben ja nicht einfach nur mehr Einwohner, sondern auch mehr Angebot, damit eine ganz andere Konkurrenzsituation. In Hamburg etwa gibt es noch mehr als nur den HSV und St. Pauli. Ich bin jahrelang die Wochenenden bei meiner Freundin in Köln gewesen. Da wirst du mit Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung doch erschlagen, wenn du die Zeitschriften und beilagen und Flyer, etc. aufschlägst oder mal ins Netz schaust. Hier in Iserlohn dagegen wurde nur deswegen noch keiner von einem hochklappenden Bürgersteig erschlagen, weil niemand auf den Straßen ist...
Martti Jarkko hat geschrieben:Am Sparzwang der Verbraucher, Kunden oder Fans kann es aber nicht liegen, dass einige Standorte so rapide Zuschauerverluste zu beklagen haben, denn würde man dieser Theorie folgen, so müssten ja alle Standorte mehr oder weniger gleichermaßen damit zu kämpfen haben. Es bliebe dann noch der sportliche Faktor, bzw. Anspruch und Wirklichkeit und die Frage wie man die Liga als Produkt grade in den betreffenden Standorten nach außen hin verkauft. Werbung für den Eishockeysport sieht meiner Meinung nach jedenfalls anders aus.
Die beste Werbung ist Erfolg. Nun können aber nicht alle Teams gleichermaßen erfolgreich sein. Spielst du übel, bleiben die Zuschauer weg. In dieser Saison blieben sie bei uns sogar in Phasen weg, wo wir richtig gut spielen (die Phasen hat es auch mal gegeben, manch einer erinnert sich vllt.). Letzten Endes möchtest du doch Zerstreuung finden, dich vom Sport und deinen Kollegen gut unterhalten fühlen. Das lannst du bei Gegurke mal eine Weile aufrecht halten, indem du es mit Ironie und Sarkasmus nimmst. Irgendwann überlegst du dir aber auch, warum du dein Geld noch in die Halle bringen sollst und ob du es nicht gleich in der Kneipe versäufst. Da bekommst du zum Gegenwert der Eintrittskarte noch ein paar Bier mehr...
Martti Jarkko hat geschrieben:Gerade wenn man dies alles bedenkt, so ist das Treiben rund um die Arena in HH um so verwunderlicher, am Ende darf man sich dann auch nicht wundern, wenn noch mehr potentielle Kunden das Angebot ausschlagen und ihr Geld woanders hintragen. Wer sich in Krisenzeiten nicht flexibel genug an den Markt anpassen kann, der wird es letztendlich schwer haben die Krise zu überstehen. Gerade jetzt sollte man seine Marketingstrategie überdenken und sie an die Bedürfnisse der Kundschaft anpassen! Service für den man als Kunde nicht bezahlen muss lockt Kunden, Service für den man als Kunde unverhältnismäßig viel zahlen muss stößt Kunden und potentielle Kunden hingegen ab.
Da geb ich dir Recht. Wenn es schlecht läuft, muss man sich besonders flexibel zeigen. Aber, glaubst du wirklich die Freezers bestimmen die Parkplatzgebühren? Glaubst du die sehen davon auch nur einen Cent? Die haben damit vermutlich so viel am Hut wie die Roosters mit der Kloreinigung in der Eissporthalle..
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Re: In Hamburg sagt man tschüß, dass heißt für mich aus ...

Ungelesener Beitrag von al »

casinosoul hat geschrieben:Wenn man es mal nüchtern betrachtet, dann sind die Plätze in den Oberrängen der Arenen allein schon deswegen nicht das Geld wert, weil man vom Spiel schlicht und einfach viel zu weit entfernt ist. Diese Perspektive ist Hockey zum Abgewöhnen. Das ist in den deutschen Arenen grundsätzlich nicht anders als in der NHL.
Grundsätzlich anders ist, dass, schlechte Platzer auf dem Mittel- und oder oberrang hin oder her, drüben die Hallen teils seit Jahren ausverkauft sind oder wenigstens eine sehr gute Gesamtauslastung haben. Von dem Zuschauerschnitt und der Medienpräsenz selbst der Nachwuchsligen können hier manche nur träumen. Und das ist dort beim Baseball, Basketball und Football eher noch schlimmer. Was die da bei den College-Spielen und Meisterschaften für Geschütze aufwarten, da träumt hier selbst der Zweitligafußball noch von...

Unabhängig davon warum es dort funzt und hier nicht. Wenn du die Gelegenheit hast in einer Großstadt in eine Arena zu kommen, dann nutzt du die Chance natürlich. Wo sollte Hamburg auch sonst spielen? ;-) Die Arena selbst ist ja unabhängig zu betrachten. Die meisten dürften auch ohne Eishockey ganz gut über die Runden kommen. Die Kehrseite ist, dass du als Mieter bei Bau, Planung und Betrieb nüscht zu sagen hast. Schau dir die Kloschüssel in Düsselorf nur mal an... Das Ding wurde doch im Vollsuff geplant..
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Martti Jarkko
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Re: In Hamburg sagt man tschüß, dass heißt für mich aus ...

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Jule hat geschrieben: Aha,meine Aussage war dämlich. Was ist denn dann bitte deine?
Du willst dich zwar nicht mit den tollen Arenen abfinden fährst aber trozdem nach HH in eine ARENA,anstatt mit dem Allerwertesten zu haus zu bleiben?
Wo ist denn da bitte der Sinn? Erklär mir das doch bitte mal!
Und noch was,was hattest du dir denn von HH versprochen? Eine schöne "kleine" Arena,wo man keine Parkgebühren zalht, für 18 Euro eine guten Platz hat, alles günstig ist und wo du Austrittskarten bekommst,damit du vor der Halle rauchen kannst? :lol: Natürlich ist es in HH genauso wie in Köln und jeder anderen Arena. Arena ist und bleibt Arena aber eigentlich weiß man sowas auch. Oder kennst du eine Arena wo diese Punkte alle nicht zu treffen?
Aber ich find es gut,dass du jetzt keine Arena mehr besuchst und wir uns nicht mehr dein Gemecker über die sch... Arenen durchlesen "müssen" :rauf:

Außerdem hatte ich geschrieben : Wenn man eine Arena besucht muss man sich mit den Gegebenheiten abfinden. Wenn man dies nicht tut muss man sich natürlich mit nix abfinden.
Wenn man bzw. frau den tieferen Sinn von Beiträgen nicht erkennt, dann sollte man sie vielleicht nicht kommentieren, denn ansonsten läuft man Gefahr nur Unsinn zu schreiben und das Thema komplett zu verfehlen.

Das du den Sinn meines Eingansbeitrages nicht erfasst hast zeigt mir im übrigen auch wie du mein Fazit deutest, denn ich schreibe nicht von allen Arenen, die ich nicht mehr besuche möchte, sondern explizit nur von den Arenen in Köln und HH, dass steht in meinem Text sogar zweimal, na ja, wer lesen kann ist klar im Vorteil, du kannst es anscheinend nicht so gut, dies muss aber für dich kein Nachteil sein, vielleicht siehst du ja ganz gut aus und es fällt somit nicht ganz so auf welch milder Wind durch dein Oberstübchen zu wehen scheint!

Meinetwegen darfst du dich in deinem Leben abfinden womit du möchtest, du wärst wahrscheinlich auch in der NS-Zeit oder der SED-Diktatur sehr glücklich geworden, denn Schnauze halten zählt anscheinend zu deiner Maxime.

Ich hingegen halte meine Schnauze nicht, wenn mir die Gegebenheiten nicht passen, ich mach das Maul auf, ich meckere so wie du das nennst und wenn dir das nicht passt, dann mach das was du sonst doch auch immer machst und was du mir hier als deine unendliche Weisheit verkaufen willst, finde dich einfach damit ab, dass ich meckere! Dabei ist es übrigens irrelevant, ob ich die Gegebenheiten kenne oder diese mir völlig neu sind.
Martti Jarkko
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Re: In Hamburg sagt man tschüß, dass heißt für mich aus ...

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@al

Die Arena die in Deutschland wirtschaftlich gut über die Runden kommt, die darfst mit der Lupe suchen. Die KölnArena schreibt seit ihrem Bestehen rote Zahlen, in HH sieht es nicht anders aus und ob die TUI-Arena in Hannover oder die König-Pilsener-Arena zu Oberhausen (der ein oder andere wird diesen ehemaligen DEL-Standort sicher noch kennen) in diesem Bereich besser stehen wage ich zu bzweifeln.
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