Alte Normalität

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casinosoul
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von casinosoul »

Und weiter geht es mit der Kritik an den Maßnahmen. Diesmal wieder keine "Einzelmeinung" oder irgendein Querdenker, der seine Emotionen nicht kontrollieren kann, sondern der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung in Deutschland:

Lt. ARD von heute kritisiert der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung die "Regelungswut" der Bundesländer, namentlich die Sperrstunden und Beherbergungsverbote "scharf". Reisebeschränkungen seien "überflüssig und auch nicht umzusetzen". Innerdeutsche Reisen seien eine "Pseudo-Gefahr" (alle Zitate ARD).

Unsere Regierung verfolgt keinen sinnvollen Plan, sondern lässt das Land ins Chaos abgleiten, wenn die so weitermachen wie bisher.
soese1
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von soese1 »

casinosoul hat geschrieben: Fr 9. Okt 2020, 18:30 Drostens neue, tagesaktuelle Empfehlung, lt. ARD: "Richtige Alltagsentscheidungen werden uns retten." Die rettende Idee durch den Retter. Der Prophet weiß, was uns "retten" wird. Wenn wir dem Rat des Propheten nicht folgen, dann wird die Katastrophe unvermeidbar sein. Das meint Drosten wohl.


:lol:
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JudgeDark
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Re: Alte Normalität

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Und wenn der Wendler hier mitliest, dann würde er Casino zum Tee einladen und mit ihm sein Comingout als Querdenker feiern!

Nun stelle ich mal direkt die Frage, weil bisher keine Rückmeldung dazu kam: würdest du Casino diesen ganzen Serm auch von dir geben, wenn wir hier in Spanien oder Frankreich wären?

Und Brick würde ich das Forumsverdienstkreuz verleihen, weil er scheinbar deine Beiträge als einziger noch komplett liest und diese stetig fachlich versiert konterkariert!

Interessant auch die Entwicklung im vorher so gelobten Österreich, was zuletzt irgendwie gar nicht mehr erwähnt wurde ... wieso nur?! :floet:

Man kann übrigens auch Österreich streichen und die Niederlande einsetzen! :floet:
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(Süddeutsche Zeitung - Februar 2017)
casinosoul
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Re: Alte Normalität

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Judgedark, bitte keine Unterstellungen. Danke. Die skurrilen "Querdenker" haben leider dazu beigetragen, dass zahlreiche unter uns für kritische Argumente kaum noch erreichbar sind.
JudgeDark
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von JudgeDark »

1. Der Wendler feiert seinen Querdenker, nicht du! Daher nichts mit Unterstellung!

2. Beantworte endlich mal eine direkte Frage! Fällt schwer in dem Kontext, gelle!?
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casinosoul
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von casinosoul »

Okay. Dann sorry für mein Missverständnis.

Ich kann nicht leider alle Fragen beantworten. Dann wäre ich den ganzen Tag beschäftigt. Einige habe ich auch schon vor Wochen oder Monaten zu beantworten versucht.

Grundsätzlich gilt für alle, auch natürlich für mich wie für uns alle hier: Eine absolute Wahrheit gibt es nicht. Keiner hat die Wahrheit gepachtet. Deswegen diskutieren wir auch. Weil das so ist, sollte der Zweifel immer der Vater der Erkenntnis sein.

Zur Frage, wie ich Schweden sehe. Die Sache mit den Fakten ist kniffliger, als es sich so manche "Faktenchecker" vorstellen.

Ein Beispiel: Ende August las man überall in den dt. Medien, und dann auch hier, dass Schweden im 1. Halbjahr so viele Todesfälle habe wie seit 150 Jahren nicht mehr. Verwiesen wurde auf die absoluten Todeszahlen der amtlichen schwedischen Statistik. Das ist korrekt. Aber wenn man sich die Todesrate pro 100.000 Einwohner anguckt, dann ist diese Aussage falsch. Schweden hatte 1869 4,1 Mio. Einwohner, 2020 10,3 Mio.

Die Todesrate in Schweden pro 100.000 Einwohner (jeweils 1. Halbjahr) ist 2020 auch nicht signifikant höher gewesen als im schwedischen Durchschnitt der letzten 10 Jahre, wenn ich es richtig sehe.

Es sieht ganz so aus als ob die Medien in D von der Reuters-Meldung abgeschrieben haben. Allerdings wurde der Passus zum Bevölkerungswachstum ignoriert. Warum dieser selektive Umgang mit Daten? Der Grund liegt nahe: Man sucht nach Argumenten, um den schwedischen Weg zu verunglimpfen und den dt. Weg schönzureden..


Das war die ursprüngliche Meldung von Reuters.

https://www.reuters.com/article/us-heal ... SKCN25F1YL

Zitat: "COVID-19 claimed about 4,500 lives in the period to the end of June - a number which has now risen to 5,800 - a much higher percentage of the population than in other Nordic nations, though lower than in some others including Britain and Spain.

In total, 51,405 Swedes died in the January to June period, a higher number than any year since 1869 when 55,431 died, partly as a result of a famine. The population of Sweden was around 4.1 million then, compared to 10.3 million now."

Ich hoffe, ich darf diese Passage hier zitieren.
Brick Top
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von Brick Top »

casinosoul hat geschrieben: Sa 10. Okt 2020, 06:13 Brick Top, wenn der Bundespräsident hier mitlesen würde, dann hättest du dir auch berechtigte Hoffnungen auf das Bundesverdienstkreuz machen dürfen. Du bist schon ein richtiger Wahrheitskämpfer. Tapfer und unerschrocken auf der Seite der Regierungswahrheit. Sozusagen Mai Thi Nguyen-Kim des Roostersforums.

Ich hoffe, du siehst mir meinen kurzen Ausflug in die Sparte persönlich adressierte Polemik nach.

Update Schweden, 7.10.20: 0 Tote.(Quelle Google)

Soviel zum Thema "Du Du Du".
Interessant, wie schnell wir Dich wieder aus der Reserve gelockt haben, ohne das wohlgemerkt zu wollen. :D
Oder geht da etwa ein Minderwertigkeitskomplex mit Dir durch?

Dann müssten mehr als 90 % das Bundesverdienstkreuz erhalten, bloß weil sie in der Realität leben, wobei sicher nicht alle sich so sehr in der Begleitung von Zurückgelassenen engagieren würden.
Aber letztlich bin ich für eine solche Auszeichnung nicht geeignet. Dafür sehe ich zuviel u.a. an der Bundesregierung kritisch. Also konstruktive Krtik, ohne Verlust der Impulskontrolle. ;)
Wieso Mai Thi Nguyen-Kim: Was hast Du gegen Dir gegenüber intelligentere wie selbstbewusstere Frauen, also gegen alle? :D
Ansonsten erinnert dies an die Wissenschaftler-Verachtung vs. Harald Lesch & Co von Kefir Naidoo und Konsorten.

Deine Polemik sehe ich Dir nach. Deine offensichtliche Inselbegabung will halt ausgelebt werden. :cool:


Der kassenärztliche Kasper ist hier bereits mehrfach in seiner Agitation aufgeführt worden. Es wiederholt sich. :gaehn:

Sicher hatte Schweden vor 150 Jahren eine andere Bevölkerungsgröße. Allerdings hatte es über die 1,5 Jahrhunderte auch nicht immer die gleiche Lebenserwartung, medizinische Versorgung (z.B. während der Hongkong Grippe ;)) , etc.. Dass die Schweden im Hinblick auf 2020 wie wild Kinder gezeugt haben, welche dieses Jahr die hiesige Bevölkerung explodieren ließen, ist doch etwas arg weit hergeholt. Von daher sind Vergleiche mit der jüngeren Vergangenheit um so treffender.
Wenn die Nachbarn Norwegen und Finnland in den kommenden Monaten eine 10fache und Deutschland eine 5fache Covid-19-Nachversterblichkeit gegenüber Schweden aufweisen und damit deren meilenweiten Mortalitäts-Vorsprung in Relation zur Bevölkerung aufholen, genau dann hat Schweden genauso viel oder wenig richtig gemacht wie die genannten anderen Länder. Sorry schon mal für so viele Fakten. :cool:
Und nun schwache Ausreden in 3, 2, 1 ....

Dass Medien diverse Meldungen von Nachrichtenagenturen übernehmen ist ein alter Hut, kannst also Deine Schnappatmung wieder herunter fahren.

Deine Selbstanalyse, für kritische Argumente kaum noch erreichbar zu sein, stimmt dagegen. :rauf:


@ JD:

Danke. Leider lese ich auch nicht alles komplett von ihm, da ich wie alle längst nicht soviel Zeit habe wie unser Tastaturkrieger.
An den Wendler hatte ich auch kurz gedacht.
Ich denke, wir haben es vielmehr mit ihm zu tun: https://www.youtube.com/watch?v=-D2mjbrcN3A
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dafri
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Re: Alte Normalität

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Die Inzidenz auf den Kanaren liegt momentan seit ca. 2 Wochen unter 50. Das gibt Hoffnung ein Tl auf Lanzarote zu absolvieren ohne Test und Quarantäne. Weihnachten in der Kanaren Sonne zu trainieren macht einfach Bock.
casinosoul
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Re: Alte Normalität

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@Brick Top

Deine Einwände, die Todeszahlen in Schweden 1868 mit 2020 auch aus anderen Gründen als dem Bevölkerungswachstum nicht vergleichen zu können (Lebenserwartung, medizinische Versorgung etc.) sind plausibel und überzeugen mich vollauf. Aber das wäre ein weiteres Argument, solche langen Zeitreihenvergleiche nicht zu machen. Die Medien haben allerdings diesen Vergleich gespielt und es ist vielstimmig nachgeplappert worden. Die Mortalität in Schweden sollten wir uns für das 2. Halbjahr nochmals angucken. Derzeit scheint es gut auszusehen, auch ohne Masken. Nicht zu vergessen ist, dass es während der 1. Welle in D auch keine Masken gab. Ein Unterschied zwischen D und Schweden war der Lockdown. Allerdings hat Schweden im Vergleich zu anderen Lockdownländern wie Belgien oder IT deutliche bessere Todeszahlen im 1. Halbjahr. Seit dem Frühsommer sowieso.

Was fällt mir auf an Mai Thi Nguyen-Kim? Sie klang und klingt in ihren Youtube-Videos ähnlich wie Merkels Regierungssprecher Steifert. Sie ist auf Regierungslinie. Noch nicht einnmal ein Anflug von kritischer Distanz. Sie klingt wie Seifert für junge Leute. Eine wunderbare Show legt sie hin. Aber es hat Geschmäckle, würde man in BaWü wohl sagen.
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von Brick Top »

casinosoul hat geschrieben: @Brick Top

Deine Einwände, die Todeszahlen in Schweden 1868 mit 2020 auch aus anderen Gründen als dem Bevölkerungswachstum nicht vergleichen zu können (Lebenserwartung, medizinische Versorgung etc.) sind plausibel und überzeugen mich vollauf. Aber das wäre ein weiteres Argument, solche langen Zeitreihenvergleiche nicht zu machen. Die Medien haben allerdings diesen Vergleich gespielt und es ist vielstimmig nachgeplappert worden. Die Mortalität in Schweden sollten wir uns für das 2. Halbjahr nochmals angucken. Derzeit scheint es gut auszusehen, auch ohne Masken. Nicht zu vergessen ist, dass es während der 1. Welle in D auch keine Masken gab. Ein Unterschied zwischen D und Schweden war der Lockdown. Allerdings hat Schweden im Vergleich zu anderen Lockdownländern wie Belgien oder IT deutliche bessere Todeszahlen im 1. Halbjahr. Seit dem Frühsommer sowieso.

Was fällt mir auf an Mai Thi Nguyen-Kim? Sie klang und klingt in ihren Youtube-Videos ähnlich wie Merkels Regierungssprecher Steifert. Sie ist auf Regierungslinie. Noch nicht einnmal ein Anflug von kritischer Distanz. Sie klingt wie Seifert für junge Leute. Eine wunderbare Show legt sie hin. Aber es hat Geschmäckle, würde man in BaWü wohl sagen.

Man müsste die Vergleiche zumindest entsprechend ausdifferenzieren. Jedoch langt ein Blick zurück auf die jüngere Vergangenheit.
Wer sind "Die Medien"? Wir haben schließlich keine Gleichschaltung. Gerade das o.a. Thema kam nur in wenigen hierzulande vor. Wer wem was nachplappert, sei mal dahingestellt. :floet:
Warten wir einfach ab, ob sich die Mortalitätszahlen in Relation zur Bevölkerung zwischen Schweden und den genannten Ländern, insbesondere den überaus vergleichbaren Nachbarn, ausgleichen. :cool:
Welcher Lockdown? Gerade das hat Deutschland von anderen westeuropäischen Ländern unterschieden, dass hier jeder weiterhin an die frische Luft konnte, wann man wollte.

Sie erläutert Dinge aus wissenschaftlicher Sicht.
Wem das nicht passt, der gerät in solche Fantasien wie "Regierungslinie". Lass einfach mal solche Schlagwörter raus, dann wird es ein vernünftiger Austausch zwischen unterschiedlichen Auffassungen.
So lange Du mit ihr einen Herrn "Steifert" assoziierst, kann es ja nicht so schlimm gewesen sein. :D
Spaß: Ich sehe keine Überschneidungen zwischen dem Regierungssprecher Steffen Seibert und ihr, außer dass sie sich aus ihren jeweiligen Blickwinkeln zur Pandemie äußern.
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Re: Alte Normalität

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Wenn die Politik nicht mehr weiter weiß, dann sind immer Andere schuld. Die Schuldigen waren im Sommer die Reiserückkehrer und Partytouristen, jetzt sind es junge Leute, die "abfeiern". Wer sich nicht an die Maßnahmen halte, der "gefährde" das eigene Leben und das seiner Mitmenschen. Und die Wirtschaft und damit die Zukunft Deutschlands. Wir können dieses Lied der Politik abzüglich Ramelow und einigen wenigen anderen inzwischen auswendig singen. Dieses Argument ist eine moralische Atombombe. Es ist gesinnungsethischer Rigorismus. Mit Realpolitik hat das nix zu tun.

Gucken wir uns die Fakten an. SarsCoV2 ist gefährlicher als Influenza. Das ist die bittere Realität. Allerdings ist das Virus für junge Menschen von 0 bis 19 weit weniger gefährlich als Influenza. Nebenbei: Das "wissen" natürlich auch junge Leute. Für Leute zwischen 20 und 60 bzw. 65 ist das Virus ähnlich gefährlich wie Influenza. Bei Menschen über 60 bzw. 65, je nach Gesundheitszustand, ist das Virus deutlicher gefährlicher. Je älter man ist, und umso mehr Vorerkrankungen man hat, umso höher schnellt das Risiko nach oben. Das sind die bislang verfügbaren Fakten, um mal dieses inzwischen arg strapazierte Wort zu verwenden. Und das kann man auch auch den Todes- und Intensivpatientenzahlen, differenziert nach Altersgruppen und Vorerkrankungen, ganz deutlich ablesen. Langzeitfolgen einer schweren Erkrankung sind nicht auszuschließen, aber nach bisherigem Wissenstand ist das ein Restrisiko im Promillebereich. Seriöse Wahrscheinlichkeitsaussagen gibt es dazu nicht.

Vor diesem Hintergrund ist es reichlich weltfremd, Altruismus über viele Monate (und Jahre?) von jungen Leuten zu erwarten. Das wäre eine komplette Überdehnung des Solidaritätsgedankens. Das könnte man eigentlich auch wissen, wenn man sich im demokratischen Spektrum Mitte-links oder Links einordnet.

Wenn die Kneipen früher dicht machen müssen, Alkohlverboote verfügt werden, wie jetzt in Berlin und anderswo, bald wohl überall in D, dann gehen die jungen Leute halt woanders hin. Dann wird Party gänzlich unkontrolliert an anderen Orten gemacht. Jeder ist in seinem Leben mal jung gewesen. Könnt ihr euch nicht mehr daran erinnern? Über viele Monate (oder Jahre?) jungen Leuten social distancing zu predigen, das geht an der Lebenswirklichkeit junger Menschen einfach komplett vorbei, zumal Junge nicht gefährdet sind. Siehe oben. Das Konzept "Abstand halten + keine Parties + kein Körperkontakt", soweit es sich an Jugendliche und junge Erwachsene richtet, ist bereits jetzt tot, oder zumindest nur repressiv durchsetzbar, mit Geldstrafen und anderen Polizeimaßnahmen, die man bislang nur in autoritären Staaten kannte. Man mag das Verhalten der Jungen schlecht finden, aber es ist nun einmal so wie es ist.

Die Politik richtet die Aufmerksamkeit auf Verpfehlungen ihrer Bürger. Damit lenkt sie von eigenen Fehleinschätzungen und Fehlentscheidungen ab.

Realpolitik ist, wenn sich die Politik Ziele setzt, die man auch realistisch erreichen kann. Es ist doch ganz offensichtlich, dass die sog. "kritische Schwelle" von 50:100.000 bald überall in D fallen wird. Hat die Politik Realpolitik verlernt?
JudgeDark
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Re: Alte Normalität

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casinosoul hat geschrieben: So 11. Okt 2020, 16:18 Die Politik richtet die Aufmerksamkeit auf Verpfehlungen ihrer Bürger. Damit lenkt sie von eigenen Fehleinschätzungen und Fehlentscheidungen ab.

Müsste es nicht Pfehleinschätzung und Pfehlentscheidungen heißen?! ;)

Nur Spaß ... mir ist das viel wichtiger, weil diese Frage immer noch nicht beantwortet wurde:

JudgeDark hat geschrieben: Sa 10. Okt 2020, 11:09 Nun stelle ich mal direkt die Frage, weil bisher keine Rückmeldung dazu kam: würdest du Casino diesen ganzen Serm auch von dir geben, wenn wir hier in Spanien oder Frankreich wären?
Unter Eishockey-Profis gilt die Eissporthalle am Seilersee als einer der schlimmsten Orte auf Erden. Ach was, es ist die "Hölle", sagen die meisten.
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Re: Alte Normalität

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@JD

Zu SPA und FR: Mein Argument war und ist, lasst uns aus Corona kein Ländermatch machen. Die Politik macht es schon. Und aus diesem Match kommt man man dann nicht raus, wenn man sich mit Ländern vergleicht, die ganz andere Bedingungen haben. Selbst die Gesundheitssysteme in SPA, wohl auch in FR, sind schlicht und einfach nicht mit D vergleichbar. Wenn man aus C ein Ländermatch macht, dann schreckt jede nationale Politik davor zurück, eine national angepasste Politik zu machen, obwohl die nationalen Bedingungen das möglich machen könnten. Das kann man derzeit in Europa live besichtigen. Die Politik hat dann Angst und meint: Wir müssen Italien, Spanien etc. verhindern. Sowas ist Sackgassenpolitik, ohne Exit-Strategie. Schweden macht das anders. Dort guckt man auf sich, aber durchaus auch selbstkritisch. In einer Matchfalle sehe ich derzeit die dt. Politik.

SPA aktuell 241 Tote (9.10.), FR 54 (10.10., jeweils Google). Ob das viel oder wenig ist, kann ich nicht beurteilen. Ich habe keine Vergleichszahlen. Nur dann kann man solche Zahlen beurteilen. Jedenfalls vermute ich, dass die Notstandsmaßnahmen für Madrid - falls sie überhaupt im Alltag durchsetzbar sein sollten, so hohe unerwünschte negative Effekte schaffen, dass man von den ganzen Abriegelungen besser Abstand nehmen sollte. Auch in SPA ist C keine besonders tödliche Gefahr für Menschen bis 60 oder 65, wenn sie keine Vorerkrankungen haben. Sonst würden die Jüngeren auch dort nicht feiern gehen.

Ich glaube halt nicht, dass die Politik - in unseren Zeiten - immer nur das Gute für die eigene Bevölkerung im Sinn hat. Oftmals geht es - nach innen - ganz schnöde um Wählerstimmen - und nach außen - um internationales Prestige. Und Coronazahlen sind eine Frage der Wählerstimmen und des Prestige geworden.

Du hast mich auch mehrmals gefragt, wenn ich es richtig sehe, warum ich etwas über AT schreibe. Ich schreibe hier im Forum immer mal wieder über AT, weil ich die Massenmedien und die Politik in AT ähnlich intensiv verfolge wie bei uns in D. Nicht deswegen, weil ich Kurz toll finde. Ganz im Gegenteil. Es fällt mir allerdings seit Wochen auf, dass in der AT-Öffentlichkeit inzwischen weitaus kontroverser - und liberaler - über Corona diskutiert wird als bislang noch in D. Heute, in der Sonntagsausgabe der Kleinen Zeitung (liberalkonservative Qualitätspresse mit zahlreichen internationalen europäischen Medienpreisen) ein großer Aufmacher zu Corona, zur Frage, ich zitiere: "Wird mit den Coronazahlen die Wirklichkeit verzerrt?" (S. 4f.).

Nein!, sagt die Leiterin der Abteilung "Surveillance und Infektionsepidemiologie" der staatlichen AGES in Wien. Damit liegt sie auf der deutschen - und bislang noch (?) - österreichischen Regierungslinie: Sie sieht die PCR-Zahlen von positiv Getesteten als zentralen Indikator zur Einschätzung der Pandemie. Ganz so wie Söder gestern in der FAZ. Diese Zahl sei, so Söder, "die Mutter aller Zahlen" in der Eindämmung der Pandemie. Die Argumente sind bestens bekannt. Fast jeder holt sie hervor, um zu belegen, wie schlimm die Lage sei und wie "exponentiell" die Pandemie verlaufe. Und sie werden einem um die Ohren gehauen, wenn man kritische Fragen stellt oder sogar widerspricht. Man musscsogar aufpassen, nicht in die Ecke von Irren ("Coronaleugnern") gestellt zu werden.

Ja, die Wirklichkeit würde durch die PCR-Zahlen verzerrt, sagt hingegen die Fachärztin für Anästhesie eines renommierten Krankenhauses in Linz, Frau Kdolsky. Sie war Bundesgesundheitsministerin 2007/08 in AT und sie ist ÖVP-Mitglied. Sie spricht, in bezug auf die PCR-Fallzahlen von "Angstmacherei". Sie seien nicht "aussagekräftig" für eine realistische Einschätzung der Pandemie. Damit spricht sie sich sehr deutlich auch gegen den in D derzeit alles beherrschenden Schwellenwert 50:100.000 aus, mit dem eine Verschärfung von Maßnahmen in mehr und mehr Städten gerechtfertigt und durchgesetzt wird.

@Brick Top

Wir brauchen ganz dringend eine öffentliche Pro- und Contra-Debatte über diese Zahlen und ihre Aussagekraft auch in Deutschland. Regierungsyoutuberinnen, die meinen, Daten seien alternativlos, ignorieren, dass Daten immer interpretiert werden müssen. Wenn sie meint, dass man aus Daten die Wahrheit herauslesen könne, dann ist das entweder naiv oder PR. Oder man sagt halt das, was die mutmaßlichen, aktuell Wichtigen so denken oder derjenige sich wünscht, der die Brötchen liefert. In jedem Fall ist bei ihr der Lack ab. Mit kritischem Wissenschaftjournalismus hat sie jedenfalls nichts zu tun.
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Re: Alte Normalität

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Was heißt Schuldige? Es ging um Pandemie-Faktoren. Kein Grund einen Schuldkomplex zu entwickeln.
"Moralische Atombombe" ist wieder solch ein emotional geprägtes Schlagwort.

Was dann unter Fakten aufgeführt wird, mein lieber Scholli:
"Für Leute mittleren Alters sei das Virus ähnlich gefährlich wie Influenza. Das Langzeitfolgen-Risiko sei im Promille-Bereich."
Muss man im Grunde nichts mehr zu sagen bzw. ist bereits mehrfach widerlegt worden.
Aber man darf sich das natürlich wünschen. Das ist in Ordnung.

Ich für meinen Teil ordne mich nirgendwo ein.
Fest steht, dass gewisse Herren aus beiden Richtungen sich unmöglich gemacht haben:
Laschet verspricht kurz vor der Kommunalwahl die große Rettung, wird hier singulär abgefeiert, und beschließt dann kurz nach der Wahl jene umstrittene Regelung mit. Sorry, das war doch absehbar.
Ramelow hat Schiss vor den Rechten und sabbelt dann solch einen Dummfug von wegen Vergleichbarkeit der Infektion von HIV und Covid-19.

Es stimmt dahingehend, dass man ein Verhalten nicht einfach "wegmachen" kann. Man muss die Menschen anders erreichen als ausschließlich durch Sanktionen. Leider hat man sich sehr viele Gedanken darum gemacht, wie die mehrheitlich altersmäßig mitten im Leben Befindlichen Urlaub machen können, jedoch nicht, wie die Jüngeren (Schüler, Studenten, Auszubildende, Berufsanfänger, etc.) ihren Bedürfnissen nachgehen können. Das ist tatsächlich ein Malus im Krisenmanagement.
Allerdings verbessern manche mit ihrem Verhalten die Situation nicht und provozieren entsprechende Maßnahmen. Deshalb ist nichts "tot", man sieht ja nur die Minorität der Feierwütigen, die mir von beiden Seiten etwas zu sehr hervorgehoben wird.
Ich brauche mich nicht mal zu erinnern.
Mir wird aktuell jede Menge Party genommen, egal ob auf Festivals im Sommer wie nun im urbanen Nachtleben, ganz zu schweigen von Fernreisen. Aber ich habe es verstanden und kann mich einen Herbst/Winter zusammenreißen bzw. mein Freizeitverhalten entsprechend modifizieren.
Wirklich schlimm wäre es auf Grund einer ganz anderen Diagnose nur noch einige Monate Lebenserwartung vor sich zu haben, und diese nun in einer Pandemie mit all seinen Einschränkungen zu (v)erleben. Das wäre wirklich schlimm, das wäre hoch tragisch. Aber so werden wir alle das noch hinkriegen, da gibt es titanischere Herausforderungen.
Klar kann man es auch so handhaben, dass die Jungen auf die Alten bezüglich der Pandemie und wiederum die Alten auf die Jungen beim Klimawandel scheißen. Das geht natürlich, wobei eindeutig mehr Junge auch von der Panemie betroffen sind als Alte vom Klimawandel. Für uns als vermutlich überwiegend altersmäßig dawzischen Liegende wäre es darüber hinaus unbefriedigend. Aber wer von solch einem Generationen gegeneinander ausspielen träumt, soll das tun.

Die Politik richtet die Aufmerksamkeit auf enorm vieles. Wenn man nur die Verfehlungen heraus hört bzw. liest, liegt dies vermutlich mehr am Empfänger denn am Sender. :cool:
Die Ziele sind obendrein realistisch. Ist aber letztlich Einschätzungssache, dies obliegt jedem subjektiv drauf zu schauen.
Und ich hoffe, ich bekomme für mein Realitätsbewusstssein keinen Orden. :D Denn das wäre erst ein schlechtes Zeichen für unsere Gesellschaft.

Ein selektives Ländermatch und ein selektives Unterstellen bzw. Vorwerfen nach eigenem Gusto hilft da wenig.
Das Problem der Youtuber liegt doch eindeutig in eine andere Richtung verortet. Da müssen wir keine weiteren Worte darüber verlieren.
Die Debatte gibt es doch. Es kommen auch Minderheitenmeinungen mehr als repräsentativ zu Wort.
Zahlen und Daten sind sicherlich nicht alles, sie durch Emotionen und Glauben zu ersetzen wäre allerdings ein äußerst schlechter Ratgeber.
Ansonsten stimme ich dem Ansinnen von öffentlichen wie sachlichen Debatten bzw. dessen Fortführung zu.


Ich wollte aber nicht Judge Darks Fragewiederholung dazwischen grätschen, welche mir immer noch nicht wirklich beantwortet scheint, und wiederhole bei der Gelegenheit auch nochmal meine ebenso unbeantwortete Frage:
Brick Top hat geschrieben: Fr 9. Okt 2020, 22:08 Und bitte: Warum diese undifferenzierte Wiedergabe der Hongkong-Grippe 1968? Diese so erscheinen zu lassen, als handle es sich um eine reguläre Influenza, und mal eben dessen Geflügelpest-Anteil dieser tatsächlich heftigen Viruskombination zu verschweigen, zeugt entweder von null Ahnung oder von bewusster Täuschung der Forumsleser. Nicht das erste Mal übrigens, ich erinnere an gewisse als Fakten verkaufte Zitate eines o.a. Selbstdarstellers. :floet:
Davon ab steht auch immer noch die Frage im DEL-Thread unbeantwortet offen, welcher Quelle das angebliche Zitat der DEL "Wir haben keine Angst" entlehnt ist. Ich bin auf alle drei Antworten gespannt. :popcorn:
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soese1
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von soese1 »

Brick Top hat geschrieben: So 11. Okt 2020, 18:56 Ich bin auf alle drei Antworten gespannt. :popcorn:
Die werden nicht kommen, so alt wirst Du nicht.
Aber das weißt Du ja.
:)
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von casinosoul »

@Brick Top

Moralische Atombombe ist kein "emotionales" Schlagwort, sondern eine Beschreibung dessen, was jene eigentlich - absichtlich oder unabsichtlich - bewirken, wenn sie von "Leben schützen" daherreden. Mich erinnert eine solche Rhetorik irgendwie an "Geh doch nach drüben" oder "Abtreibungsbefürworter sind Mörder". In jedem Fall offenbart sich in einer solchen Rhetorik ein moralischer Fundamentalismus. Viele Leute plappern das, sorry, noch immer gedankenlos nach.

Zu den Todesfällen in D nach Alter:

https://de.statista.com/statistik/daten ... eschlecht/

Diese Zahlen zeigen, dass für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und das Mittelalter Corona keine relevante, ernsthafte Todesbedrohung darstellt. Wenn man sich dann noch anguckt, wer von den - statistisch extrem wenigen - Jüngeren oder von jenen mittleren Alters an oder mit C gestorben ist, dann kann man sehen, dass es im absoluten Regelfall Vorerkrankte waren. Allein aus diesen Zahlen kann man "herauslesen", warum Jugendliche und junge Erwachsende an Spaß und nicht an C denken, wenn sie Party machen. Ihnen daraus einen moralischen Strick zu drehen geht an der tatsächlichen Bedrohungslage der Pandemie vorbei.

Ramelow hat Schiss vor den Rechten? Auch das ist m.E. ein Totschlagargument. Vor Wochen meintest du, Addendum sei ein rechtes Presseorgan (Matteschitz). Wikipedia ist nicht immer eine seriöse Quelle. ;-) Die neue - und alte - Wiener Korrespondentin der SZ meinte gestern im Standard-Interview sinngemäß, Addendum habe einen tollen, regierungsunabhängigen Journalismus gemacht. Matteschitz habe leider den Saft abgedreht. Ramelow gibt den Regierungsrechten mit deutlich autoritärer Ausprägung (Söder - Bayern first - s. Beherbergungsverbote für Nichtbayern aus sog. Risikogebieten) contra. So herum wird ein Schuh raus.

Ich habe die DEL nicht zitiert. Wo kommst du denn auf sowas? Ich habe gesagt, die DEL habe wohl keine Angst vor Corona. Wenn die Verantwortlichen der DEL und der Clubs Angst vor Corona hätten, dann wären sie nie im Leben auf einen Saisonstart im November oder Dezember gekommen. Auch im Profi- oder Amateurfussball hat keiner oder kaum jemand Angst vor Corona. Man hat allenfalls Angst vor den Sanktionen des Staates, wenn man die Coronamaßnahmen nicht befolgt, solange jedenfalls die Kamera an ist. Ich würde mal vermuten, viele im Sport sehen es durchaus ähnlich wie Thomas Berthold, abzüglich seiner politischen Zuspitzung. Ich würde wetten, sehr viele im Profi- und Amateursport finden die ganzen Maßnahmen übertrieben. Das sagt keiner in die Kamera, aber viele denken wohl so oder ähnlich. Ich würde ihnen gegenüber sagen: Ich sehe es ähnlich, aber etwas mehr Achtsamkeit wäre doch ganz gut und leider auch notwendig, den Alten zuliebe. ;-)
Brick Top
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von Brick Top »

soese1 hat geschrieben: So 11. Okt 2020, 20:05
Brick Top hat geschrieben: So 11. Okt 2020, 18:56 Ich bin auf alle drei Antworten gespannt. :popcorn:
Die werden nicht kommen, so alt wirst Du nicht.
Aber das weißt Du ja.
:)

:D


Natürlich ist es ein emotionales Schlagwort, und wie wiederholt darauf hingewiesen, bei weitem nicht das erste. Allein eine Massenvernichtungswaffe mit historischem Massenmord-Hintergrund verbal einzubeziehen, weil man sich unverstanden oder -gehört fühlt, ist schon grotesk. Solch eine Rhetorik braucht man, wenn man argumentativ nicht mehr weiter weiß.
Und in diesem Zusammenhang können wir uns nun nochmal Gedanken über Fundamentalismus machen. :floet:

Ich dachte, Daten sind doof.
Klasse ist, wenn man eine Statistik bringt, die man offensichtlich selbst nicht richtig gelesen hat. :D
Finde es aber unabhängig davon gut, dass Du sie einbringst. Sie reicht an sich schon. Man möchte nicht wissen, wie sie ohne Beschränkungsmaßnahmen aussehen würde.
Den Wunsch, dass die Verstorbenen unter 60 ganz bestimmt alle vorerkrankt waren, darf man sich wünschen, dadurch wird er aber leider nicht wahr.
Einen moralischen "Strick" dreht hier niemand, außer in überbordenden Fantasien.

Deines Erachtens, das ist okay.
Das meinte ich nicht nur, darauf wies u.a. ich hin. Da ich mich nicht über Google und einen schmalen Algorithmus informiere, wusste ich dies wie vermutlich ebenfalls IWE & Co ohne Wikipedia. ;-) Habe aber gerade nach Deinem Hinweis den Link dazu mal gelesen, wonach ich sagen kann: Es wird nicht besser. Auf jeden Fall gilt erneut: Nice try. :D
Frage mich nur, was das mit Ramelow zu tun hat. Da wird tatsächlich ein Schuh draus.
Sind denn auch die Regierungsrechten Haseloff und Kretschmer ebenso gemeint, die sich ähnlich aus dem gleichen AFD-Schiss heraus verhalten? Wie sehr Ramelow bei den aktuellen Maßnahmen contra ist, habe ich vorhin noch in den Nachrichten verfolgt. Auf einmal hebt er wieder die Gefährlichkeit des Virus hervor. Irgendwie schade immer wieder auf die falschen Wendehals-Pferde zu setzen, nachdem man vorher noch auf politische Motive hingewiesen hat :cool:

Du hast ein DEL-Statement mit Doppelpunkt dargestellt.
Ist aber okay: Du weißt nicht mehr, was Du schreibst. Oder hast vielmehr darauf gehofft, dass die hohlen Phrasen schon nirgendwo hängen bleiben. Das sind sie leider.
Das ganze Angst-Geschwätz und die Beschönigung von Querdenker-Redner Thoma Berthold und seiner "politischen Zuspitzung" sprechen für sich. Einfach mal die eigene Angst-Panik zurückfahren.
Eigene gefühlte Annahmen wie "Ich würde mal vermuten, viele im Sport sehen es durchaus ähnlich" oder "viele denken wohl so oder ähnlich" bleiben Annahmen ohne jeden empirischen Beleg bzw. Relevanz. Genau genommen ist auch dies reine Redundanz.
Achtsamkeit ist das, was viele im Forum beweisen, dem emotionalen Wutbürger zuliebe. ;-)
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casinosoul
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von casinosoul »

Puuh. Wieder zurück zu Start? Nöö.

Nur in Kurzform: In D 2020 keine Übersterblichkeit. Durchschnittliches Alter der Coronatoten oberhaupt der durchschnittlichen Lebenserwartung der Bevölkerung (f. Schweden ca. 82 Jahre, f. D müsste man nachgucken). Zahlen sanken im Frühjahr, bevor Lockdown light-Maßnahmen ergriffen worden sind. Keinerlei Anzeichen für Intensivmedizinauslastung. Stattdessen Kurzarbeit in Krankenhäusern. Keine Behandlung von Krebspatienten, Verschiebung von OPs usw usf.

Der Steinmetz auf dem Zentralfriedhof in MS berichtete mir im Frühjahr, er hätte einen Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken müssen. Und die Zeugen Coronas, namentich Söder und Gefolgschaft, drohen der Bevölkerung mit Bußgeldern von 250, 500 und 2500 EUR in Wiederholungsfällen, wenn die Maske nicht richtig sitzt. Dagen waren Geschwindigkeitsübertretungen in Rumänien vor 1989 richtig preiswert.

Im späten Frühjahr hieß es, es wird für Deutsche keinen Sommerurlaub im Ausland geben werden. Wer das befolgte und seine diesbezüglichen Reiseplan anpasste, war der Dumme. Dann hieß es, bleibt im schönen Deutschland. Diejenigen, die, z.B. in Frankfurt leben, und das brav befolgt haben und ein paar Tage Urlaub an der Ostsee in den Herbstferien gebucht haben, sind schon wieder die Dummen, weil sie "Risikogebiet" sind, wegen 50:100.000, einer äußert fragwürdigen Kennzahl.

Wenn die Politik so weitermacht, dann steht die Akzeptanz der Bevölkerung "auf dem Spiel", schreibt die immer sehr kluge Heike Schmoll in der heutigen Montagsausgabe der FAZ.

@Brick Top, Dir ist schon bekannt, das Zitationen nicht mit Doppelpunkt kenntlich gemacht werden, sondern mit Anführungszeichen...

Meinst du wirklich, dass es eine nennenswerte Anzahl von Hockeyspielern oder Kickern gibt, die Corona als echte Bedrohung der Menschheit ansehen?
casinosoul
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von casinosoul »

Heute morgen Interview mit dem Zeugen Coronas aus Bayern im ZDFMoMa. Der ZDF-Journalist stellt reiheweise kritische Fragen an Söder, fragt nach der Sinnhaftigkeit von 50:100.000, fragt, ob halb Deutschland nächste Woche Risikogebiet ist, wie das denn mit den innerdeutschen Beherbergungsverboten weitergehen soll und beendet das Interview mit den Worten "Kritische Fragen sind im ZDF ja noch erlaubt, Herr Söder!".

:lol: :D
Brick Top
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von Brick Top »

Sag mal, brauchst Du Hilfe oder bist Du bereits in Behandlung?

Morgens um diese Zeit gleich wieder solche Texterei, deren Inhalte schon zigmal durchgekaut wurden in der offensichtlichen Erregung.
Das wirkt schon schwer nach Psychose.

Gut, dass die Maßnahmen in Deutschland so gut greifen und man sich schon auf dem Friedhof beschwert.
Klar wird das die allgemeine Sterblichkeit über Covid-19 hinaus verringert haben sowie weiter verringern, das versteht jeder Grundschüler.
Den Rest erkläre ich wie auch vermutlich niemand anderes jetzt nicht zum zigsten Mal, da musst Du Dir woanders Förderunterricht suchen.

Huihuihui, "Bedrohung der Menschheit". Es ist ein schäbiger Stil, sowas einem in den Mund bzw. die Tastatur zu legen.
Über 90% haben verstanden, worum es geht.
Nur die Dummen verwechseln Vorsicht mit Angst.
Aber die hält eine Demokratie aus. :cool:

Was mir bekannt ist, kann ich nicht von jedem, der bereits an Interpunktionsregeln kläglich scheitert, voraussetzen.
Bei dem Satz hast Du es als Aussage der DEL dargestellt.
Lange nicht der erste Versuch die Forumsleser zu täuschen bzw. zu belügen.
Die jeweiligen Fragen dazu wurden erwartungsgemäß nicht beantwortet.
Am Ende nutzt die ganze Panik-Agitation nichts:
In Deutschland wird so verfahren, wie die Mehrheit will, und es gibt nichts, was Du dagegen tun kannst. :D

Weine nicht, beruhige Dich einfach. :cool:
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