Alte Normalität

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casinosoul
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von casinosoul »

Söder sagt heute, Corona sei eine "Naturkatastrophe". Da hat er brav bei Drosten zugehört, der sich schon Mitte der Woche gleichlautend äußerte. Habe schon seit Monaten den Eindruck, dass Söder an den Lippen von Drosten hängt.

Das Problem ist, dass Corona nicht nur eine Naturkastrophe ist, um mal dieses wording zu übernehmen, sondern dass die mutmaßlichen, jedenfalls nicht mehr auszuschließenen katastrophen Folgen der Coronamaßnahmen der Politik für Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft keine Naturkastrophe sind, sondern Menschenwerk.

Mit dem Narrativ "Naturkastrophe" will uns Söder sagen, dass es keine sinnvolle Alternative zu den scharfen bayrischen Maßnahmen geben würde. Da widerspreche ich dem Söder.

Für Deutschland wäre es eine Horrorvorstellung, wenn dieser Typ Bundeskanzler werden würde.
Zuletzt geändert von casinosoul am Sa 26. Sep 2020, 15:07, insgesamt 1-mal geändert.
soese1
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von soese1 »

@darfi:
Festzuhalten bleibt wie ich finde noch, dass es mir mit meinem Einwand nicht um die Frage der Grundsätzlichkeit, sondern darum ging in diesem kleinen Dialog festzustellen, dass Quarantänemaßnahmen, auch wenn sie hier und da fragwürdig erscheinen, keine Freiheitsberaubung sind.
Nichts für ungut darf, aber das ist echt Unsinn in meinen Augen.
;)
Eishockey Fans sind faire Fans, Ultras leider nicht !
casinosoul
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von casinosoul »

Das Imperial College London schätzt, dass 80 % der Briten sich gar nicht an die Quarantänemaßnahmen halten würden. Wie man auch immer das bewertet, die Politik sollte in der Lage sein, nicht irgendwelche Luftnummern zu verkünden, vulgo Symbolpolitik , sondern Realpolitik zu betreiben. Dazu würde es gehören, nicht nur einigen Virologenempfehlungen zu folgern, sondern einen Ansatz zu verfolgen, der das Virus und die Folgen der politisch versuchten Viruseindämmung gleichermaßen berücksichtigt. Mir kommt die Politik derzeit so vor, als ob sie ziemlich einäugig einem Abgrund entgegen"steuert". Hoffentlich liege ich falsch.
Brick Top
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von Brick Top »

Bezüglich des unterschiedlichen Verhaltens zwischen z.B. Franzosen und Briten bzw. Engländern trotz enorm hoher und noch höherer Mortalitätszahlen steht hier bereits was geschrieben. Das ist wohl auch der Grund, warum Johnson bereits einen Militäreinsatz im eigenen Land erwägt. Das muss ich nicht haben.
Zum Glück wird hierzulande nicht einzelnen Meinungen von fachfremden Virologen oder irgendwelchen anderen Außenseitern gefolgt, sondern sich in der Realität bewegt. Es ist bei Weitem nicht alles perfekt, was nicht überraschen sollte bei dieser neuen Herausforderung, manche Dinge nerven einen vor zumindest subjektiv erscheinendem Verbesserungsbedarf, mit einem Blick auf die Weltkarte möchte ich dennoch mit keinem Land tauschen.
Die Forderungen nulläugig in den Abgrund zu springen, kann man zwar tätigen bzw. sich wünschen, wird es aber nicht geben. Deutschland wird zwischen wirklichen Lockdowns auf der einen und überforderten Populisten-Clowns auf der anderen Seite geradezu langweilig rational bleiben. Und das ist gut so. :cool:
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dafri
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von dafri »

soese1 hat geschrieben: Sa 26. Sep 2020, 15:03 @darfi:
Festzuhalten bleibt wie ich finde noch, dass es mir mit meinem Einwand nicht um die Frage der Grundsätzlichkeit, sondern darum ging in diesem kleinen Dialog festzustellen, dass Quarantänemaßnahmen, auch wenn sie hier und da fragwürdig erscheinen, keine Freiheitsberaubung sind.
Nichts für ungut darf, aber das ist echt Unsinn in meinen Augen.
;)
Alles ok,Soese. Freiheitsberaubung ist sicherlich ein von mir emotionaler Begriff in den Zusammenhang. Aber ich bleibe bei der Meinung, keine Quarantäne bei negativen Test. :)
casinosoul
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von casinosoul »

Jetzt trommeln die Qualitätsmedien in Bild, Ton und Text wieder für Urlaub in der "Heimat" im Herbst und Winter. An der Heimatfront ganz vorne mal wieder Spahn. Wenn die Krankenhäuser überfüllt wären, die Triage dort praktiziert werden würde oder die Todeszahlen explodieren, gäbe es wohl keine Diskussion. Aber so braucht sich die Politik nicht wundern, wenn es Leute gibt, die an der Grenze falsche Angaben machen oder sich in anderer Weise durchschummeln. Das Horrornarrativ vom Frühjahr hat sich nicht bewahrheitet. Sollte es auch jetzt wieder, so wie im Frühjahr, in den nächsten Wochen und Monaten vergleichsweise entspannt in den Krankenhäusern zugehen, ist im nächsten Frühjahr die Akzeptanz in der jüngeren Bevölkerung weg, wenn dann wieder erzählt wird, wir hätten die Katastrophe durch die Maßnahmen abgewendet. Und wir alle müssten alle Maßnahmen bis 2022 weiterhin befolgen.
Brick Top
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von Brick Top »

So sieht man das wohl als Tastaturkrieger ohne Blick über den Tellerrand.
Auch sowas muss es allein aus Entertainment-Gründen geben. :cool:
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casinosoul
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von casinosoul »

Wenn man über den Tellerrand guckt, was immer höchst ratsam ist, dann muss man sich Länder angucken, die vom Standard vergleichbar sind. Also sinnvolle Referenzländer zu D sind etwa CH oder AT oder NL oder DEN. Indien oder Brsilien oder Peru oder Jemen oder USA wären Mondvergleiche. Sowas ist unseriös. Die Gründe, warum selbst die USA ein Mondvergleich wäre, sollten hinlänglich bekannt sein. Dafür muss man nur wissen, dass, um ein Beispiel zu nennen, 9 % der Bewohner San Franciscos "homeless" sind.

Die Infektionssterblichkeit für Länder wie D, CH und AT beträgt nicht 5 bis 10 %, wie man im Frühjahr noch befürchtete, sondern pendet sich derzeit bei 0,2 bis 0,4 Prozent ein. Unter 19jährige sind von Covid19 weniger bedroht als vor anderen Erkältungsviren incl. Influenza, 20 bis 50Jährige sind gleich viel bzw. gleich wenig bedroht, wenn sie halbwegs gesund sind. Gleiches gilt das auch für Leute bis 65. Wenn man über 65 ist, schnellt die Bedrohung deutlich an. Dann kann Covid19 gefährlich werden, wenn man sich nicht schützt.


Die große Befürchtung war im Frühjahr, auch bei mir im März, dass nicht auszuschließen sei, Corona könne ein "Killervirus" sein. Inzwischen wissen viele intuitiv, auch viele junge Leute, dass SARS-COV-2 kein Killervirus sein kann. Es sagen aber noch die wenigsten offen, sondern allenfalls hinter vorgehaltener Hand.
dafri
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von dafri »

Also ich würde im Weihnachtsurlaub lieber zum Wandern/Radfahren auf die Kanaren fliegen,als im brechend vollen Zug 8 Stunden ins völlig überfüllte Bayern.
In Raum Garmisch -Partenkirchen war es im August derart überfüllt und wuselig...sehr unangenehm überall.
Riskiogebiet La Gomera aktuell 0 Infizierte.
Franky
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von Franky »

Schauen wir mal in die benachbarte Niederlande:
https://rp-online.de/panorama/coronavirus/corona-holland-verschaerfung-der-regeln-fuer-drei-wochen-steigende-zahlen_aid-53629381 hat geschrieben: Restaurants früher dicht, Fußballspiele ohne Publikum und Kontaktlisten beim Friseur - in den kommenden drei Wochen werden die Corona-Regeln in den Niederlanden verschärft. [...] „Entweder wir schaffen es, die Zahl der Infizierungen zu senken oder wir schaffen es nicht“, sagte Gesundheitsminister Hugo de Jonge. „Dann sind härtere Maßnahmen nötig.“ Dies könne die Stilllegung des gesamten Gastronomie-, Sport- und Kultursektors sein. Es gehe dann wieder in Richtung Lockdown.
Sagt man Böses von dir, und es ist wahr, bessere Dich. Sind es Lügen, lache darüber. (Epiktet)
dafri
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von dafri »

Der Kram wird auch noch erst einmal 2021 so weiter gehen. Gestern den abgesagten Ironman Canada Tri auf 2021 umgemeldet . Aber die Kanadier haben ihre Grenzen dicht,und ohne Impfstoff wird das wohl auch erst mal so bleiben.
Viele rechnen das es erst 2022 wieder normal läuft,aber bis dahin wird viel insolvent sein.
Brick Top
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von Brick Top »

Interessante Vergleichs-Kandidaten. :D
Den Vergleich mit den kleineren Nachbarstaaten braucht Deutschland nicht zu scheuen.
Zu Österreich und der Niederlande hatte ich zuletzt erst was geschrieben, Franky hat es hier bezüglich letzterem sogar geupdated. Über Dänemark habe ich mich heute noch auf der Arbeit mit einem Arbeitskollegen unterhalten, der dort in zwei Wochen wieder hin möchte. Der berichtet aber skeptisch, dass nichts klar ist, nachdem die Maßnahmen (Versammlungsbeschränkung, Maskenpflicht, usw.) dort angezogen und erst vor kurzem verlängert wurden. Aus der Schweiz vernehme ich nichts besseres. Gestern hatten wir hierzlande nur dreimal mehr Infektionen als die Schweiz, obwohl wir fast zehnmal so viele Einwohner haben. Oder die Schweizer testen auch viel wilder als wir. :cool:
Warum wird eigentlich dabei unser westlicher Nachbar Frankreich verschwiegen? Hört hinterm Saarland etwa die eigene Weltscheibe auf? :D Mir würden noch weitere größere Länder in Westeuropa (Oder für Kriegsminister-Fans "Old Europe".) einfallen, aber die sind wohl nicht ohne Grund ungenannt geblieben.

Dass San Francisco eine hohe Obdachlosenquote hat, ist unbestritten bzw. durfte ich wiederholt vor Ort betrachten. Weder beim Platte machen noch bei der Übernachtung im Auto, etc. erhöht sich das Covid-19-Infektionsrisiko. Den Trugschluss, dass das Fehlen einer Krankenversicherung ein erhöhtes Infektionsrisiko in dem ansonsten tatsächlich schlimmen Gesundheitssystem bedeutet, hatte Franky bereits weggewischt. Bezüglich der Mortalität werden diese überwiegend natürlich nicht das optimale Immunsystem vorweisen können, allerdings bestehen die USA nicht ausschließlich aus Obdachlosen. Wir wollen doch hier nicht etwa den Clown und das völlig indiskutable Krisenmanagement unter den Teppich kehren.
Bezüglich der Vorbereitung bzw. Ausstattung für Epidemien / Pandemien haben die USA sogar mit das beste Instrumentarium weltweit. Aber was nutzt das schnellste Auto, wenn der Fahrer völlig durch ist. Da gibt es nichts zu beschönigen.

Der restliche Unsinn bezüglich Gefährlichkeit ist zigmal widerlegt worden. Da reicht ein Blick auf Regionen in gewissen Zeitspannen mit und ohne Maßnahmen sowie die jeweilige Mortalität, nicht bloß bei Senioren. Noch weniger Senioren-verhaftet sind die Spätfolgen, und da weiß man noch längst nicht genug, jedoch langt das bereits Bekannte bereits nicht naiv vorzugehen.
Was irgendwelche jungen oder alten Leute angeblich intuitiv zu wissen glauben, sollen sie mit ihrem Psychiater, Guru o.ä. besprechen. Auf solche Irrlichter kann eine moderne, aufgeklärte Gesellschaft keine Rücksicht nehmen. :cool:


@ dafri:
Generell würde ich mich Stand jetzt nicht für 8 Stunden o.ä. lange in einen Zug oder ein Flugzeug setzen.
Deutschland war durchaus vergleichsweise differenziert bei der Risikogebiets-Einstufung Spaniens. Im Gegensatz zu UK hatten sie die Kanaren zunächst außen vor gelassen. Aber man wird das nicht für jedes Inselchen aufklamüsern, wenn in der Nachbarschaft das Infektionsgeschehen hoch geht.
Schade mit den kanadischen Grenzen, jedoch verständlich. Gut, dass ich vor knapp einem Jahr noch da war, allerdings (noch) nicht in British Columbia.
Habe gesehen, dass der Ironman von Whistler zurück nach Pentiction als Ausrichter gegangen ist. Da ist u.a. Kelowna nicht weit.
Wann immer es dort wieder hin geht, schreib mal hier was drüber. Würde sicher nicht nur mich interessieren.
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dafri
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von dafri »

Werd ich machen. Ich wollte beim nächsten Trip nach Penticton, Greg Evtushevski in seinen Hockey Shop in Kelowna mal einen Besuch abstatten.
Aber bis nächstes Jahr wird noch viel passieren.
Brick Top
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von Brick Top »

Cool! :rauf:
Einer meiner ersten Lieblingsspieler. Wusste aber nicht, dass er genau dort mit einem Shop residiert.
Verbinde mit Kelowna immer die Rockets, nun noch mehr.
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JudgeDark
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von JudgeDark »

Ich kann hier nur für Fuerte sprechen, da war ich ja zuletzt und ich habe mich da sehr sicher gefühlt. Leere Strände, leere Straßen, wenig Menschen, Hotel nur zu 25% belegt, viele Maßnahmen in den Hotels (Desinfektion, Masken usw.) auf die auch geachtet wurde. Natürlich kann man da auch feiern gehen wenn man meint, so soll es im Norden Partys gegeben haben ... selbst schuld, wenn man daran teilnimmt.
Wir sind Menschenansammlungen aus dem Weg gegangen und waren teilweise alleine am Strand. Auch in unserem Restaurantbereich im Hotel waren wir nahezu alleine. Es waren viele Spanier dort, die ab und an meinten es gäbe kein Virus mehr, aber auch denen ist man aus dem Weg gegangen.
Flughafen und Flugzeug waren hin wie zurück kein Problem ... wir hatten hin fünf Reihen vor und hinter uns keine weiteren Passagiere und zurück waren es drei Reihen in beide Richtungen. Am Flughafen selber war es leer, Abstand zu halten war kein Problem.
Test am Flughafen war gut organisiert, auch wenn es spät war ... ging überraschend schnell: Versicherungskarte einlesen lassen, Frage beantworten und ab zu den Ärzten, die den Abstrich gemacht haben. Ergebnis war zügig da, sodass eine Quarantäne nicht nötig war, was nach Meldung beim Gesundheitsamt (online) bestätigt wurde!
Einzig das Tragen von Masken überall war ab und an nicht so schön, aber zu ertragen, ein kleines Übel.

Ich sehe es wie Brick, man kann die Kanaren oder auch die Balearen nicht als einzelne Insel betrachten, zumal es auch Verkehr zwichen den Inseln gibt ... ist einfach zu schwer zu realisieren und von daher ist die generelle Erklärung der Reisewarnung alternativlos, auch wenn es eben wie auf Fuerte oder La Gomera kaum bis keine Fälle gibt! Habe heute noch gelesen, dass TUI ab Oktober wieder Flüge und Reisen anbieten will, die Leute sollen selber entscheiden, ob sie das Risiko eingehen wollen oder nicht. Und ich kann es nur betonen ... ich habe mich auf Fuerte sicherer Gefühlt, als wie ich es an Nord- oder Ostsee bzw. in Bayern getan hätte.
Unter Eishockey-Profis gilt die Eissporthalle am Seilersee als einer der schlimmsten Orte auf Erden. Ach was, es ist die "Hölle", sagen die meisten.
(Süddeutsche Zeitung - Februar 2017)
casinosoul
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von casinosoul »

Die gefühlte und die tatsächliche Bedrohung ging noch nie so weit auseinander wie in der CKrise. Das geht weitaus krasser auseinander als beim Angstthema Kriminalität. Wir wissen aus den Kriminalitätsdaten, in D und anderswo, dass der Durchschnitt der Leute die größte Angst vor Gewalt und Überfällen in der fremden Stadt hat, und sich am sichersten zu Hause fühlt. Faktisch ist es genau anders herum. Die größte Wahrscheinlichkeit, Opfer von Gewalt zu werden, ist nicht in der Fremde, sondern daheim.

Ich sehe gewisse Parallelen zur Wahrnehmung von Gesundheitsrisiken in der CKrise. Warum soll es im Ausland, in der Bahn unter Fremden, im Flugzeug unter Fremden, in der Fremde unter Fremden gefährlicher sein als in der "Heimat"? Also im privaten Haushalt? Am Arbeitsplatz? In Bayern? Beim Familientreffem?
soese1
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von soese1 »

Wie hoch das Infektionsrisiko im Urlaub ist, dass liegt vor allem an jedem selbst.
Wer die wenigen und einfachen Regeln beachtet, Abstand, Hände waschen/desinfizieren und wenn nötig die Maske, der geht denke ich selbst in einem Risikogebiet kein höheres Risiko ein als derzeit hier beim einkaufen oder der Arbeit.
Ich war vor kurzem auch für zwei Wochen im Ausland und muss sagen, dass so wie ich es beurteilen würde, ich mich dort zu keiner Zeit einem so hohen Risiko aussetzen musste wie hier zu jeder Zeit bei der Arbeit.
Ich war vorletztes WE in Winterberg, wollten da mal etwas bummeln und evtl. noch irgendwo einkehren.
Wir sind gar nicht erst aus dem Auto ausgestiegen !
So viel geballte Unvernuft und Gleichgültigkeit
wie dort, dass hat mich einigermaßen fassungslos gemacht und dieser Eindruck bestätigt jetzt gerade ja auch.
Die meisten Ansteckungen finden tatsächlich im privaten Umfeld und auf Ferien statt.
Die wenigsten übrigens im Urlaub.
Eishockey Fans sind faire Fans, Ultras leider nicht !
dafri
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von dafri »

Kann ich bestätigen mit Winterberg. Ich war mit meiner Frau zum Rad fahren dort ,in einem kleinen Land Hotel ausserhalb. Dort war alles bestens . Bei der Durchfahrt zum Kahlen Asten durch Winterberg, dachten wir das kann nicht wahr sein.
Volle City,grosse Saufgruppen vor den Eventhotels ,morgens schon Weiber mit Boller Karre grollend unterwegs . Schlimm.
hockeystick20
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von hockeystick20 »

soese1 hat geschrieben: Wie hoch das Infektionsrisiko im Urlaub ist, dass liegt vor allem an jedem selbst.
Wer die wenigen und einfachen Regeln beachtet, Abstand, Hände waschen/desinfizieren und wenn nötig die Maske, der geht denke ich selbst in einem Risikogebiet kein höheres Risiko ein als derzeit hier beim einkaufen oder der Arbeit.
Ich war vor kurzem auch für zwei Wochen im Ausland und muss sagen, dass so wie ich es beurteilen würde, ich mich dort zu keiner Zeit einem so hohen Risiko aussetzen musste wie hier zu jeder Zeit bei der Arbeit.
Ich war vorletztes WE in Winterberg, wollten da mal etwas bummeln und evtl. noch irgendwo einkehren.
Wir sind gar nicht erst aus dem Auto ausgestiegen !
So viel geballte Unvernuft und Gleichgültigkeit
wie dort, dass hat mich einigermaßen fassungslos gemacht und dieser Eindruck bestätigt jetzt gerade ja auch.
Die meisten Ansteckungen finden tatsächlich im privaten Umfeld und auf Ferien statt.
Die wenigsten übrigens im Urlaub.
Finde ich auch so! Wenn man sich an die grundlegenden Regel - Hände waschen & desinfizieren, Abstand halten und Maske tragen, hält, kann man schon viel bewirken, um andere und sich selbst zu schützen. Und im besten Fall auch eine zweite Welle sowie noch extremere Beschränkungen zu vermeiden.

Was ich persönlich noch wichtig finde - vor allem jetzt, wenn wieder die kälteren Monate anstehen - ist, sein Immunsystem zu unterstützen und bestmöglich zu versorgen! Das gilt nicht nur jetzt in Zeiten von Corona, sondern generell. Damit kann man auch verhindern, jedes Jahr aufs Neue sich mit Grippeviren anzustecken. Dieser Artikel gibt Informationen zu Immun-Booster: https://www.arzneimittelfakten.de/immunbooster-test/
IrgendwannEinmal
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von IrgendwannEinmal »

Bitte keine Links auf "zwielichtige Seiten" werfen.

Arzneimittelfakten (sowieso ein geiler Name!) gehört zur Global Media Commerce, LLC, in den USA und ist kein Unternehmen aus der Medizinbranche. Dies kannst Du ganz leicht im Impressum der Seite prüfen.

Wenn Du dann ganz kurz "Global Commerce Media" prüfst, siehst Du, dass dies ein Unternehmen ist, das Webseiten baut - zu jedweden Themen.

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Übersetzt heißt dies: "Wir haben gar keine Redaktion, um Texte zu erstellen (wie auch, wenn man nicht im Medizinbereich tätig ist). Wir setzen aber gerne gegen Zahlung eines Betrags ihre Texte bei uns ein und werben für ihre Produkte. Das nennen wir dann Fakten, um Kompetenz zu suggerieren."
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