Alte Normalität

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Franky
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von Franky »

dafri hat geschrieben: Mi 17. Jun 2020, 13:39 Aber das ist immer und überall ein grosses Streit Thema.
Absolut. Ich bin zwar "Fast-Allesfresser", aber abgepacktes Discounterfleisch wird man auch bei mir nicht finden. Im übrigen gibt es auch in Asien (zumindest in China) sehr gute Lebensmittelqualität. Hier isst man, um satt zu werden, dort ist es aber auch ein wenig mehr, eher in gesellschaftlicher Richtung. Daher ist gutes Essen in China durchaus wichtig und die Gemüse- und Tofuabteilung in China ist mit unserer nicht zu vergleichen. Das Angebot unterschiedlicher Gemüsesorten ist einfach um ein vielfaches größer. Es leben ja auch viele Buddhisten in China, und die sind Vegetarier. In Nähe von Tempelanlagen wird man daher sehr gute vegetarische Restaurants entdecken.
Und was dort die Wanderarbeiter sind, sind hier die Saisonarbeiter auf den Feldern odern in den Fleischereibetrieben. Einen Unterschied sehe ich da eigentlich nicht so sehr.
Aber auch China ist ein großes Streitthema. Ich kenne das Land nunmal ziemlich gut, war über 2 Dutzend mal da gewesen. Menschen, die das Land nur von Medienberichten kennen, brauchen mir da wirklich nichts erzählen, höre da auch immer seltener hin. Manche Kritiken sind berechtigt, aber viele übertrieben mangels Hintergrundwissen. In den USA sieht man es ja.. je größer das eigene Versagen wird, desto größer auch das Bashing. Trump halt. Ist hier bei einigen ja nicht anders. Ich erinnere nur an die rassistische Aussage eines Sternekochs in Düsseldorf als Beispiel.

OK.. wir driften ab :D


Warum denkst du/ihr, dass die Marathon-Saison beendet ist? Mit weniger Teilnehmern, also nicht so ein dichtes Läuferfeld und dann noch unter freiem Himmel, das sollte doch machbar sein? Ähnliches gilt für Triahlon.
Bei Hallensportarten mit Publikum bin ich skeptischer.
Sagt man Böses von dir, und es ist wahr, bessere Dich. Sind es Lügen, lache darüber. (Epiktet)
casinosoul
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von casinosoul »

Wenn ich mir den ARD-Liveticker angucke, dann denke ich mir fast schon zwangsläufig, die Katastrophe steht vor der Tür. Eine kurze, sicherlich selektive Auswahl von heute:

- Ein Demonstrant sei in Dänemark positiv gestestet worden.
- Der Oberbürgermeister von Frankfurt/O (Die Linke) habe sich dafür entschuldigt, dass er anlässlich der Grenzöffnung den Bürgermeister aus Polen umarmt habe.
- 400 Infektionen im Kreis Gütersloh.
- Ein Patient sei in Leer nach einem Restaurantbesuch gestorben.
- Das RKI melde 345 Neuinfektionen in Deutschland.

Irgendwo in der Meldung zu den RKI-Zahlen, ganz am Ende, liest man dann, dass 500 Infizierte in D genesen seien. In der Summe gibt es also 150 weniger akute Fälle zum Vortag.

Bei einer solchen Liveticker-Auswahl frage ich mich, wie man in D eigentlich halbwegs ruhig die Leute über den Sommer und in den Herbst bringen will. Mit fehlt doch etwas ein ausgewogeneres Verhältnis von negativen und positiven Coronanachrichten. Trotz aller negativen "Zahlen"-Nachrichten gibt es durchaus auch positive Nachrichten. Z.B. Sinkende Zahl von Coronatoten, seit Wochen. Sinkende Zahl von Intensivpatienten. Viele positiv Getestete mit keinen oder leichten Symptomen. Kontinuierlich sinkende Fallzahlen von akut Infizierten. Usw.

Und wenn Erfolgnachrichten gemeldet werden, dann klingen sie nach meinem Geschmack doch etwas sehr streng nach Selbstlob der Regierung.

Dass, was wir über die Welt wissen, wissen wir über die Massenmedien. Es scheint so, als ob sich diese Beobachtung eines berühmten Menschen aus Oerlinghausen mal wieder bewahrheiten sollte.
dafri
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von dafri »

Das Problem bei Marathon und Triathlon Veranstaltungen ist das enorme Abstand und Hygiene Konzept der Verbände. Die sind sehr streng mit hohem Auflagen.

Hamburg ist da in der ersten September Woche zur Zeit noch optimistisch fen Hamburg Marathon und ne Woche vorher den Ironman durch zu bekommen.

Meine Frau und ich waren für den Hamburg Marathon im April und für den Ironman Canada in British columbia gemeldet.

Beides abgesagt. Die Motivation sich neu zu orientieren ist nicht einfach. Beide Rennen sollten das große Ziel und sportliche Comeback meiner Frau nach der Brust Krebs Erkrankung sein.

Etwas mulmig ist meine Frau bezüglich Herbst Event, da doch sehr verunsichert sich eine Corvid 19 Infektion ein zu fangen. Meine Frau ist mürbe mit Krankenhaus Aufenthalten.

Daher unser Plan auf 2021.
JudgeDark
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von JudgeDark »

Die Auswahl an Nachrichten ist leider eher negativ, das ist so ... ! Aber es sind Fakten, gerade solche Geschichten wie im Kreis Gütersloh bei Tönnies oder eben in Berlin mit 369 Haushalten, die offenbar rumänischer Abstammung sind und nun alle in Quarantäne müssen und getestet werden, weil ihr Obergeistlicher positiv war und trotzdem gepredigt hat!

Schaut man auf die Welt, dann ist SARS-CoV-2 noch lange nicht besiegt und eher auf dem Vormarsch. Man schaue mal nach Brasilien, die infizieren nun ganz Südamerika mit, dazu Indien wo es immer schlimmer wird, über die USA brauchen wir nicht reden und Afrika ist sicher auch noch nicht durch! Wir müssen hier schon auch über die Grenzen schauen ... Europa mag es gut gehen, aber wenn aus anderen Ländern Menschen wieder hier rein dürfen, was zum Glück aktuell nicht geht, oder wir wieder dorthin reisen dürfen, dann hast du ruckzuck wieder nen neuen Hotspot. Wenn da nicht richtig reagiert wird, dann ...... ! Nochmal ... es geht nicht darum Angst zu machen, es geht um Vorsicht! Man darf nicht arglos werden ... !

Da scheinbar Großveranstaltungen bis Ende des Jahres ausgesetzt werden, wird denke ich auch unser geliebtes Eishockey davon arg betroffen sein ... ich glaube nicht, dass man im Januar mit einer Saison noch anfängt und selbst wenn, dann wird diese sehr kurz!
Unter Eishockey-Profis gilt die Eissporthalle am Seilersee als einer der schlimmsten Orte auf Erden. Ach was, es ist die "Hölle", sagen die meisten.
(Süddeutsche Zeitung - Februar 2017)
soese1
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von soese1 »

Es weiß ja Niemand, wie sich die Sache jetzt entwickelt und ob und vor allem wann es einen Impfstoff geben wird.
Und dass wir bei allem was jetzt wieder möglich ist das Virus soweit eindämmen können, dass große Veranstaltungen auch ohne wieder möglich sein werden, wer daran glauben möchte, bitte.
Ich halte das nach wie vor für mehr als unwahrscheinlich und deshalb glaube ich auch, dass die Saison 20/21 eine Illusion bleiben wird.
Ich glaube weiterhin, dass den Ösis der jetzt so lockere Ungang damit auf die Füße fallen wird.
Und ich hoffe weiterhin, dass ich auch mit diesen Einschätzungen falsch liegen werde.
Eishockey Fans sind faire Fans, Ultras leider nicht !
JudgeDark
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von JudgeDark »

Beim Impfstoff ist man auf einem guten Weg, aber man muss sich da sicher noch gedulden. Wäre ja fatal, wenn man den Leuten was in den Körper pumpt, was am Ende schlimmer ist, als das Virus selbst.

Großveranstaltungen sind jedenfalls bis Ende Oktober ausgesetzt ... somit wohl kein Saisonstart am 18.09.!
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(Süddeutsche Zeitung - Februar 2017)
casinosoul
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von casinosoul »

JudgeDark, das Gesundheits- und Krankenhaussystem in D kann man nie und nimmer mit den maroden Gesundheitssystemen für die breite Bevölkerung in Ländern wie Brasilien, Italien, USA oder Afrika vergleichen. Gemessen an der Bettenkapazität und den Intensivbetten pro 100.000 Einwohnern, dem Hygienekonzept, der Krankenhausfinanzierung in Relation zum BIP, den medizinischen Standards, dem Pflegepersonal und der Ausbildung der Mediziner und allen anderen Pflegekräft ist D so ziemlich (noch immer) in der Spitzengruppe, weltweit. Das hat sich m.E. auch auf dem Höhepunkt der Pandemie gezeigt.

Zur Auswahl der positiven und negativen Covid-19-Nachrichten in den Medien. Positive als auch negative Nachrichten sind Daten, über deren Validität wir nicht diskutieren brauchen. Es ist dann eine Frage der Bewertung, wie man positive und negative Nachrichten gewichtet. Ich habe halt den Eindruck, dass die mediale Gewichtung schon sehr ins Negative geht. Das ist eine Wertentscheidung. Ich komme hier und da zu einem etwas positiveren Werturteil, ohne die Gefahren - insbesondere für Risikogruppen und alte Menschen - kleinreden zu wollen.

Außerdem sollten wir nicht übersehen, dass die Expertenmeinungen zum Thema gar nicht so eindeutig sind wie es zuweilen den Anschein hat. Wissenschaftliche Experten (Epidemiologen, Virologen) kommen nicht selten zu einer etwas anderen Lagebeurteilung als professionelle Experten in den Krankenhäusern (Kliniker, Pathologen). Und innerhalb dieser Gruppen findest du auch unterschiedliche Einschätzungen und Expertisen.

Keiner, weder Experten noch Laien, kann eine zuverlässige Prognose über die Pandemielage im Herbst, Winter oder Frühling machen. Die Gewissheit, mit der fast ausnahmelos alle, aber auch wirklich alle im April "wussten", dass eine "zweite Welle" kommen wird, ist einer etwas ausgewogenen Beurteilung gewichen.

Hier, wo ich wohne, schreitet jedenfalls die alte Normalität weiter voran. Heute war - gefühlt - nur noch jeder 30. oder 40. im Supermarkt maskiert. Das, so mein Eindruck, wirkt auf die Leute sehr beruhigend.
casinosoul
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von casinosoul »

Und weder in Wien (50.000 Leute auf der Antirassismusdemo) noch in Graz (10.000) gibt es einen signifikanten Anstieg von positiv Getesteten, der darauf zurückgeführt werden könnte. Diese Demos waren übrigens vor 14 bzw. 10 Tagen. Das ist doch eine beruhigende Nachricht. Oder?
Sir Henry
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von Sir Henry »

casinosoul hat geschrieben: Do 18. Jun 2020, 19:55 Und weder in Wien (50.000 Leute auf der Antirassismusdemo) noch in Graz (10.000) gibt es einen signifikanten Anstieg von positiv Getesteten, der darauf zurückgeführt werden könnte. Diese Demos waren übrigens vor 14 bzw. 10 Tagen. Das ist doch eine beruhigende Nachricht. Oder?
Interessant ist es schon, das zu Anfang der Corona Pandemie, die Infektionsgefahr sehr hoch eingestuft wurde. Nahezu Alles wurde desinfiziert um eine Ausbreitung zu vermeiden. 60-70 Prozent der Deutschen werden sich mit Sicherheit infizieren, hieß es.
Viel ist davon zur Zeit nicht geblieben, das ist richtig. Dennoch zeigen uns die Ereignisse in Göttingen und Gütersloh, dass die Gefahr weiterhin besteht, besonders in geschlossenen Räumen. Ich denke im Herbst werden wir sehen wohin die Reise geht. Alles ist möglich...Impfstoff...Abschwächung durch Mutation des Virus...oder die 2. Welle. Die derzeitigen Demos an verschiedenen Orten sind, meiner Meinung nach, nicht aussagekräftig genug um eine verlässliche Prognose abzugeben.
Where's the Revolution?
casinosoul
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von casinosoul »

Absolut. Stimme dir vollkommen zu. Wie es weitergeht kann keiner sagen. Weil das so ist, sollte man die Leute beruhigen, ihnen Zuversicht geben, darauf gucken, dass die Kollateralschäden nicht komplett ausufern. Und natürlich für den schlimmen Fall Konzepte in der Schublade haben, um die Risikogruppen und die Alten zu schützen. Ein zweiter allgemeiner Shutdown wäre unverantwortbar. Das wissen auch die Experten.

Sollte es anders kommen und die Pandemie versanden, was m.E. auch nicht gänzlich auszuschließen ist, dann sollte die Politik nicht sich selbst in den Himmel loben, sondern demütig sein, und kritisch sich selbst fragen, ob soviel Alarm angemessen war.
Franky
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von Franky »

Der Tönnies-Fleischbetrieb ist nach mehr als 1000 Corona-Infektionen vorerst geschlossen worden.
Krisenstabsleiter Thomas Kuhlbusch hat diplomatische Formulierungen längst hinter sich gelassen: "Das Vertrauen, das wir in die Firma Tönnies setzen, ist gleich null. Das muss ich so deutlich sagen." Gestern seien von dem Unternehmen Listen vorgelegt worden, bei denen von 30 Prozent der Beschäftigten die Adressen fehlten. Kuhlbusch sprach von einem "Dunkelfeld des Subunternehmertums".
https://www.tagesschau.de/inland/toenni ... h-101.html


Das ist doch nicht eine beruhigende Nachricht. Oder?
Das Terrorregime in China hätte Tönnies festgenommen, ich hätte kein Mitgefühl, und im ganzen Kreis einen Lock-Down verhängt. Hier geht man zur Tagesordnung über und Laschet weiß immer noch nicht, wie er damit umzugehen hat. ;)
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JudgeDark
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von JudgeDark »

Das Verhalten von Tönnies ist unverantwortlich und ich vermute, dass da noch mehr ans Tageslicht kommen wird, als nur die Covid-Scheiße. Man vermutet inzwischen schon den Einsatz von illegalen Arbeitern. Und Tönnies Sen. stellt sich vor die Mikros und erzählt was von Datenschutz als Grund, dass man nicht alle Adressen der Mitarbeiter haben würde ... der ist hochgradig kriminell und gehört aus dem Verkehr gezogen!

Jedenfalls wurden mehr als 1000 Infektionen festegestellt und wer weiß, was da noch kommen mag. In Verl wurde ein ganzer Wohnblock gesperrt und die Leute verstehen teilweise nicht wieso. Und andere haben sich ins Auto gesetzt und haben sich in Richtung Heimat verpisst ... auch sehr hilfreich!
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dafri
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von dafri »

Kommt ein kompletter Lock down im Kreis Gütersloh, ist die Region Wirtschaftlich am Ende. Und nicht nur der Kreis Gütersloh. Extrem bedrohlich und extrem schwierig zu entscheiden.

Tonnies gehört in den Bau, nicht nur der ,und nicht nur seit letzter Woche.
Aber nicht nur der Schalke Boss müsste bestraft werden auch andere Manager welche die kurz Arbeit ausnutzen. 100 Prozent Kurzarbeit anmelden, keinen Lohn zahlen, Sozial Abgaben erstattet bekommen aber Mitarbeiter 100 Prozent arbeiten lassen. Kriminelle.
soese1
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von soese1 »

Hilfe, wie es in der Fleischindustrie zugeht, dass ist ja ähnlich wie mit den Erntehelfern.


:greis:

Hungerlöhne und menschenunwürdige Zustände in den Unterkünften.
Wer hätte das gedacht, dass sowas im reichsten Land Europas, wo man doch fast alles bei Discountern für'n Appel und'n Ei kaufen kann möglich ist.
Wie da die Freunde aus den osteuropäischen Partnerländern regelrecht versklavt und ausgebeutet werden, dass darf doch nicht wahr sein sowas.
Wenn ich das gewusst hätte !
Ich werde von jetzt an Lebendmittel nur noch beim Biobauern im Hofladen kaufen, selbst wenn das ein Paar Euro teurer ist, ich schwör.
:O

Und habt ihr mitbekommen, wie das in Bangladesch und so zugeht, wo unsere Kleidund produziert wird, dass darf doch alles gar nicht wahr sein.
Wie konnte man uns dass alles Jahrzehnte lang verheimlichen?!
:schock:
Zuletzt geändert von soese1 am Mo 22. Jun 2020, 12:37, insgesamt 1-mal geändert.
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dafri
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von dafri »

Nicht zu vergessen ,die Gemüse Farmen in Spanien. Gegen die Tomaten Sklaven in den Gemüse Slums ,leben die Fleisch zerleger beiTonnies und Co im Luxus.

Gewinnmaximierung wird auch nach der Virus Krise weiterhin oberstes Gebot bleiben.
soese1
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von soese1 »

Und die armen Schweine, die in Afrika auf riesigen Halden die Rohstoffe aus unserem Elektroschrott fücheln müssen um zu überleben, damit wir für's entsorgen nichts bezahlen müssen.
Könnte man auch alles recyceln, dass lohnt aber nicht, solange uns die Sklaven nicht ausgehen.
Und die armen Kinder, die Rohstoffe für unsere Handyakkus abbauen und auch für alles Andere, was wir mit Akkus betreiben. Also unserer Umwelt zuliebe demnächst wohl auch unser E-Auto, um uns unser schweres Leben und unser schlechtes Gewissen etwas zu erleichtern.
Alles Leute deren Lebenserwartung deshalb so ungefähr bei 30 Jahren liegt.

Ja, dass sollten wir wirklich nicht vergessen, dass wir unser schönes Wohlstannds- Leben auf Kosten all dieser armen Menschen leben und es uns nur deshalb so gut geht, weil es so vielen Menschen, die wir für unsere Zwecke ausbeuten und zur Belohnung dafür elendig verrecken lassen, so dreckig geht, bevor wir uns anmaßen die zu verurteilen, die den großen Profit aus unserem Konsumverhalten ziehen.
Das sind zwar, wie auch hier im Fall Tönies größten Teils skrupellose Drecksäcke, aber sie machen ihre Geld damit unsere Bedürfnisse zu bedienen.
Und unser größtes Bedürfnis ist es nun mal, ja, alles mitnehmen was geht, alles haben wollen was geht, aber gefälligst billig, damit wir auch bloß nichts auslassen müssen.
Da könnte man fast auf die Idee kommen, dass auch wir selbst es sind, die für dass was wir anderen Menschen antun, um unsere Wohlstanstsgesellschaft so billig wie eben möglich zu strukturieren, in den Knast gehören.

Ja, ich gebe Fr. Merkel recht, die gesagt hat, dass das Corona Vierus uns vor die die größte wirtschaftliche Herausforderung der Nachkriegszeit stellt.
Aber verglichen mit den Problemen, die wir in einem sehr großen Teil der Welt anrichten, gehört es dann doch eher zu den Kleineren.
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Sir Henry
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von Sir Henry »

soese1 hat geschrieben: Mo 22. Jun 2020, 11:21 Ja, ich gebe Fr. Merkel recht, die gesagt hat, dass das Corona Vierus uns vor die die größte wirtschaftliche Herausforderung der Nachkriegszeit stellt.
Aber verglichen mit den Problemen, die wir in einem sehr großen Teil der Welt anrichten, gehört es dann doch eher zu den Kleineren.
Mein Reden....nicht erst seit Corona. Wenn die Prognosen stimmen und in 30 Jahren der Permafrost auftaut, kann es sehr schnell zu Ende gehen...
Der Mensch wird aber nicht aus schlimmen Nachrichten lernen, uns geht's ja gut...noch. Das Wetter ist ja ach so toll.. super Sommer...alles klasse.
Unangenehme Dinge will keiner hören. Das jeder etwas für den Umweltschutz tun kann...viel zu anstrengend.
...und wie die großen Macher mit unserem Planeten umgehen, Trump, Bolsonaro, Putin usw....ohne Worte :roll:
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casinosoul
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von casinosoul »

Ich habe heute mit einer Bankmitarbeiterin aus NRW in anderer Sache telefoniert. Sie fragte, wie es denn hier so sei. Ich sagte, kein Maskenzwang mehr in allen Geschäften seit 14 Tagen. Auch keine steigenden akuten Infektionszahlen. Sie antwortete, sie habe es über Bekannte gehört. Sie meinte sodann, die ARD hätte wohl nicht darüber berichten wollen, um die Leute bei der Stange bzw. "unter der Maske" zu halten. Ich habe ihre Äußerung nicht weiter kommentiert. Bezeichnend für die Stimmung unter den Leuten in NRW ist das aber schon etwas.

Arbeitsminister Heil ist zur Erkenntnis gekommen, dass die Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie schlimm seien. Soso. Zur Erinnerung: Heil war einer der rot-grünen Lautsprecher für Agenda 2010 und HartzIV. Die miesen Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie wären ohne die Agenda2010-"Reformen" nicht möglich gewesen.

Gute Entscheidung von Laschet wg. Gütersloh. Ökonomisch und sozial käme ein regionaler Shutdown dort einer gesellschaftlichen Katastrophe gleich. Selbst solche Infektionszahlen rechtfertigen das m.E. nicht. Ich vermute, so sehen es sehr viele in OWL.
soese1
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von soese1 »

Sir Henry hat geschrieben: Mo 22. Jun 2020, 13:05
soese1 hat geschrieben: Mo 22. Jun 2020, 11:21 Ja, ich gebe Fr. Merkel recht, die gesagt hat, dass das Corona Vierus uns vor die die größte wirtschaftliche Herausforderung der Nachkriegszeit stellt.
Aber verglichen mit den Problemen, die wir in einem sehr großen Teil der Welt anrichten, gehört es dann doch eher zu den Kleineren.
Mein Reden....nicht erst seit Corona. Wenn die Prognosen stimmen und in 30 Jahren der Permafrost auftaut, kann es sehr schnell zu Ende gehen...
Der Mensch wird aber nicht aus schlimmen Nachrichten lernen, uns geht's ja gut...noch. Das Wetter ist ja ach so toll.. super Sommer...alles klasse.
Unangenehme Dinge will keiner hören. Das jeder etwas für den Umweltschutz tun kann...viel zu anstrengend.
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Nicht falsch verstehen, ich nehme mich da nicht raus.
Ich bin da sicher nicht weniger gleichgültig wie die allermeisten von uns.
Das zu behaupten wäre scheinheilig.
Ich hebe nur immer dann den Zeigefinger wenn es gilt sich erst einmal an die eigene Nase zu fassen, bevor man Andere für etwas verurteilt wozu man selbst am meisten beiträgt.
So eie jetzt im Fall Tönies.
Der ganz sicher zu den skrupelloesesten Geldsäcken gehört.
Aber er macht seine Kohle eben in erster Line mit der von mir angesprochenen Ignoranz gegenüber dem Elend und dem Leid, dessen Hauptverursacher erst einmal wir alle, also wir Konsumrnten von Billigprodukten sind.
Und auch beim Umweltschutz ist nun mal der Konsum der sogenannten zivilisierten Welt der aller größte Negstivfaktor.
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casinosoul
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von casinosoul »

Also, die These, dass wir alle "Mitverursacher" seien, ist m.E. höchst problematisch. Wer hat denn die skandalösen Bedingungen überhaupt erst möglich gemacht? Die politisch Verantwortlichen von Schröder bis Merkel. Wenn das politische Berlin kein Lohndumping, keine Tarifflucht und keine "Subunternehmer" möglich gemacht hätte, dann gäbe es auch keine "Unternehmer" wie Tönnies.

Den kleinen Leute und den kleinen Konsumentrn jetzt die Schuld in die Schuhe zu schieben, spricht die politischen Verantwortlichen frei. Man kann natürlich den Leuten vorhalten, warum sie Schröder, Merkel und Co. gewählt haben. Aber Publikumsbeschimpfung ist m.E. jetzt nicht angebracht. Sondern Kritik der politischen "Führer"!
Gesperrt