Alte Normalität

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Brick Top
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von Brick Top »

Ja, jetzt geht er.
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casinosoul
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von casinosoul »

Danke für dein Feedback. :rauf:
casinosoul
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von casinosoul »

Die ganze Konfusion kann man in Düsseldorf beobachten. Da wurden Maßnahmen verordnet, die nicht evidenzbasiert waren. Nun rudert die Stadt zurück. Sind die neuen Verordnungen evidenzbasiert? Werden sie vor den Gerichten Bestand haben oder wieder einkassiert werden?

https://rp-online.de/nrw/staedte/duesse ... d-54523587

Ich denke, die Politik segelt weiter im Nebel. Sie scheint mir weiterhin im whiteout zu sein.

Whiteout:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Whiteout
Brick Top
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von Brick Top »

casinosoul hat geschrieben: Mi 11. Nov 2020, 12:17 Danke für dein Feedback. :rauf:

Nun flenn nicht gleich wieder herum, bloß weil Du nicht direkt volle Aufmerksamkeit bekommst. :D
Die meisten Leute haben schon keinen Bock auf all das textliche Gespamme, geschweige denn auf einstündige Video-Empfehlungen eines Schwurblers auf Realitätsflucht.

Ich hätte allerdings nicht für möglich gehalten, dass wir 2020 ernsthaft darüber diskutieren, ob man alte Menschen bzw. Risikogruppen einfach wegsperren kann, weil Party-Paul weiterhin ausgelassen feiern möchte, Körper-Klaus endlich wieder in den Puff will und Chemtrail-Gabi im Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes eine Diktatur erkennt. :cool:
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casinosoul
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von casinosoul »

:gaehn:
Franky
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von Franky »

Oh, da ist aber jemand müde. Muss wohl seine eigenen Schwurbelbeiträge gelesen haben. So ging es mir früher auch immer, als ich seine Beiträge noch las. :lol:
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Brick Top
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von Brick Top »

casinosoul hat geschrieben: Mi 11. Nov 2020, 17:12:gaehn:

Schon wieder zu subtil für Dich? :D
Dann leg Dich wieder hin. :cool:
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Franky
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von Franky »

Schweden war stolz auf den eigenen Weg in der Corona-Krise. Jetzt steigen die Infektions- und Totenzahlen deutlich. Der Ministerpräsident stimmt die Bürger auf schwere Zeiten ein – und weicht immer mehr vom bisherigen Kurs ab.
https://m.faz.net/aktuell/politik/ausla ... ssion=true
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JudgeDark
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von JudgeDark »

Ach ... schau einer an. Da ist man auf den Vor-Ort-Bericht noch mehr gespannt! (oder nicht) ;)

Ein Blick auf die Todeszahlen in D reicht schon aus ... wir bewegen uns genau dahin, wo man nicht hin wollte! Die ganze Öffnerei und das lasche Verhalten vieler Menschen holt uns nun ein ... man hätte man bei einfachen Lockerungen bleiben sollen anstelle sich munter mit Öffnungen zu überbieten! Und die sog. "Panikmacherei", die ich so nicht sehe, hat auch nicht geholfen, weil viele Menschen die Erkrankung nicht mehr ernst genommen haben, Feiern und Leute treffen war ja wichtiger. Nun reißt es uns alle wieder rein ... ! Bei einer Politik der einheitlichen gleichen Schritte, und zwar kleinen, wäre das glaube ich nicht passiert!

Naja ... AHA+L ist ja auch eine so große Einschränkung für das Leben ... ! :roll:
Unter Eishockey-Profis gilt die Eissporthalle am Seilersee als einer der schlimmsten Orte auf Erden. Ach was, es ist die "Hölle", sagen die meisten.
(Süddeutsche Zeitung - Februar 2017)
casinosoul
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von casinosoul »

Wie gefährlich ist Covid19? - Teil 4:

Es handelt sich hierbei um eine Studie des Imperial College London, das im März Covid19 mit der Spanischen Grippe verglich. Ich habe die Studie heute mittag gelesen.

Auch hier handelt es sich um eine Metastudie, um die Infection Fatality Rate (IFR) statistisch zu schätzen. Es geht also, wie in der modernen Wissenschaft immer, nicht um endgültige "Wahrheiten" ("Faktencheck"), sondern um methodisch kontrollierte Annäherungen an die Wirklichkeit. Statistische Schätzungen müssen immer interpretiert werden. Unten meine Interpretation.

NF Brazeau, RVerity, SJenkset al. COVID-19 Infection Fatality Ratio: Estimates from Seroprevalence. Imperial College London (29-10-2020), https://doi.org/10.25561/83545.

„After screening 175 studies, we identified 10 representative antibody surveys to obtain updated estimates of the IFR using a modelling framework that addresses the limitations listed above. We inferred serological test specificity from regional variation within serosurveys, which is critical for correctly estimating the cumulative proportion infected when seroprevalence is still low. […] Using these age-specific estimates, we estimate the overall IFR in a typical low-income country,with a population structure skewed towards younger individuals, to be 0.23% (0.14-0.42 95% prediction interval range). In contrast, in a typical high income country, with a greater concentration of elderly individuals, we estimate the overall IFR to be 1.15%(0.78-1.7995% prediction interval range).“

Denmark: 0.52 %
NL: 0,59 %
SW 0,99 %
NY State 0,75 %
Spain 1,07 %
(page 9)

Age:
0-29: 0,00 – 0,04 %
30-49: 0,06-0,23 %
50-59: 0,36-0,57 %
60: 0,89 %
70-74: 2.17 %
90+: 16,19 %
(Table 2, page 11)

„In summary, we estimate that the overall COVID-19 IFR ranges from 0.14 -0.42% in low income countries to 0.78-1.79% in high income countries, with the differences in those ranges reflecting the older demography of high income settings.“ (pape 14)

Soweit die Studie in Auszügen vom Imperial College London. Oben habe ich auch die Quelle angegeben.

Meine Interpretation:
- Das Imperial College rückt vom Vergleich mit der Spanischen Grippe ab.
- Covid19 ist keine "Naturkatastrophe" (Merkel/Söder)
- Die Infektionssterblichkeit von Jungen (0-30) ist Null. Für junge Menschen ist Covid19 (statistisch) komplett ungefährlich.
- Im Alter nimmt die Infektionssterblichkeit zu. Besonders gefährdet sind alte Menschen. Im Lebensalter 90+ ist Covid19 sehr sehr gefährlich! (16% der Infizierten in dieser Altersgruppe sterben im statistischen Mittel lt. Studie).
- In "high income countries" mit sehr gutem Gesundheitssystem kann die hohe IFR deutlich gedrückt werden. Allerdings nicht so wie in "low income countries" mit vergleichsweise weniger Alten.
- Ich denke, die IFR-Schätzung von Streeck für Heinsberg vom Frühjahr (0,37 %) kann man durchaus, bei aller Vorsicht und Unsicherheit, auf ganz Deutschland übertragen.
- Die große, völlig ungeklärte Frage ist weiterhin: Wie schützen wir die Alten? UND: Wie schützen wir die (wirtschaftliche und soziale) Zukunft der Jungen, Jüngeren und der Mittelalten?
Franky
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von Franky »

JudgeDark hat geschrieben: Fr 13. Nov 2020, 17:57 Naja ... AHA+L ist ja auch eine so große Einschränkung für das Leben ... ! :roll:
Naja, es liegt ja nun auch nicht nur daran, dass es noch viel zu viele egoistische Arschlöcher und Maskengegener unterwegs sind. Auch die Regierung bekleckert sich ja nicht mit Ruhm. Seit Ende Januar wurde die Regierung regelmäßig von der Dt. Botschaft in China über die Lage informiert. Es hat lange gedauert, bis man es endlich begriffen hatte, wie scheisse das Virus ist. (Quelle: Coronavirus: So klar beschrieb die Deutsche Botschaft in China die Anfänge von Covid-19. BuzzFeed News veröffentlicht knapp 180 Seiten Lageberichte des Auswärtigen Amtes.)
Viele Hausaufgaben wurden seitdem einfach nicht gemacht. Seuchenjens hat keine Strategie und kein Konzept, weder mittelfristig, noch langfristig. Den Verantwortlichen fällt für Schulen nichts anderes ein, als zu überlegen, ab welche Klasse die Kinder Masken tragen sollen und haben tolle Tipps zum Lüften. Konzept für Homeschulung fehlt weiterhin. Gelder für Filter wurden zur Verfügung gestellt, aber niemand will die wohl annehmen. Ach.. da sind mehr Baustellen, als zu BER-Bauzeiten.
Man sollte von Ländern wie Finnland, Vietman, Neuseeland, Japan, SKorea, Taiwan, etc lernen, nicht von Schweden, Niederlande, Belgien, Spanien, USA, ... ;-)
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casinosoul
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von casinosoul »

Nachtrag zu Teil 4.

Ich habe bereits im Frühjahr gefragt, warum das RKI keine repräsentativen Erhebungen rechtzeitig in Auftrag gegeben hat, um die IFR (Infektionssterblichkeitsrate) für Deutschland statistisch zu schätzen. Stattdessen hat man den Leuten eine Fallsterblichkeit von 5 bis 9 % präsentiert. Zum Unterschied von Infektionssterblichkeits- und Fallsterblichkeitsrate (Dunkelziffer!) siehe Teil 1 bis 3.

Deswegen konnte auch das Imperial College London in der aktuellen Studie nix zu Deutschland sagen. Das ist ein Datenfiasko des RKI und des dafür verantwortlichen Ministers Spahn.
JudgeDark
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von JudgeDark »

@Franky
Sicher ist nicht alles richtig gelaufen ... aber auch nicht alles falsch, was die Zahlen bei uns belegen. Ja, sie sind zu hoch, aber es gibt eben Länder, die noch viel mehr gebeutelt sind.
Ich für meinen Teil möchte gar nicht so sehr kritisieren oder loben ... ich sagte es schon, wirklich beurteilen kann man den Rotz erst, wenn wir nach überstandender Pandemie mal wirklich zurückblicken können, um dann das Für und Wider abwägen zu können. Und ich bleibe auch dabei, ich möchte nicht in der Haut der Politik stecken ... dies ist für uns alle eine neue Situation, mehr oder weniger ... da ist das mit den Entscheidungen eben nicht ganz so locker aus der Hüfte geschossen!

Allerdings bin ich bei den Schulen ganz bei dir, da hätte man schon lange andere Lösungen suchen können, doch irgendwie tut sich die Politik damit schwer, die Schulen aber an vielen Stellen auch.
Unter Eishockey-Profis gilt die Eissporthalle am Seilersee als einer der schlimmsten Orte auf Erden. Ach was, es ist die "Hölle", sagen die meisten.
(Süddeutsche Zeitung - Februar 2017)
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von Franky »

Die Schulen sind nur ein Beispiel.
- Unbewachter Rückreiseverkehr ohne Test und Quarantäne
- Zettel- und Faxwirtschaft anstatt Digitalisierung
- Durcheinander bei Benachrichtigungen nach Test
- Keine Nachverfolgung möglich
- DVI Meldesystem funktioniert scheinbar nicht richtig (Verfügbare Betten ohne Pflegepersonal sind sinnlos)
- Eine App ohne wirklichen Mehrwert
- diese Liste könnte man wohl noch seitenweise weiter führen..

Hier siehst man 12.000 Tote als Erfolg, weil Spanien, Italien, Frankreich und Co mehr haben. Ich feier diese nicht, viele davon waren vermeidbar. Aber man will man halt nicht aus erfolgreichen Ländern lernen. Hier will man mit dem Virus bestmöglich leben, viele mit wenig Opfern wie möglich, andere bevorzugen lieber ein Menschenfeindliches System, wie Schweden. In anderen Ländern hat man das Virus nahezu besiegt. Ein paar Monate Arsch zusammen kneifen, ggf auf Rechte und Datenschutz etwas verzichten, dafür nun wieder Party und Reisen.

Hier mal ein Kommentar dazu aus der Zeit von vor ein paar Tagen:
Corona-Maßnahmen in Asien: Von Asien lernen
In Europa werden erfolgreiche Pandemie-Bekämpfer wie Südkorea oder China ignoriert. Dabei gibt es dort Strategien, die funktionieren – auch in einer Demokratie.

https://www.zeit.de/politik/2020-11/cor ... ea-erfolge
Sagt man Böses von dir, und es ist wahr, bessere Dich. Sind es Lügen, lache darüber. (Epiktet)
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von soese1 »

Franky hat geschrieben: Fr 13. Nov 2020, 22:35 Hier mal ein Kommentar dazu aus der Zeit von vor ein paar Tagen:
Corona-Maßnahmen in Asien: Von Asien lernen
In Europa werden erfolgreiche Pandemie-Bekämpfer wie Südkorea oder China ignoriert. Dabei gibt es dort Strategien, die funktionieren – auch in einer Demokratie.
Das ist wie Äpfel mit Birnen vergleichen.
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casinosoul
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von casinosoul »

In deiner Mängelliste, franky, fehlt ein sehr wichtiger Punkt:

- Merkel (zuvor Schröder/Fischer) haben nichts getan, um das Kaputtsparen des Gesundheitssystems und den seit 20 Jahren bekannten "Pflegenotstand" zu beenden. Im September 2019 kursierten noch Expertenempfehlungen (Bertelsmannstiftung), die rieten dazu, 800 Krankenhäuser in Deutschland zu schließen bzw. zu privatisieren. Spahn fand diese neoliberale Idee super.
Franky
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von Franky »

soese1 hat geschrieben: Sa 14. Nov 2020, 08:13

Das ist wie Äpfel mit Birnen vergleichen.
Du hast jetzt aber nur die Überschrift gelesen, richtig?
Sagt man Böses von dir, und es ist wahr, bessere Dich. Sind es Lügen, lache darüber. (Epiktet)
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von soese1 »

JudgeDark hat geschrieben: Fr 13. Nov 2020, 22:09 @Franky
Sicher ist nicht alles richtig gelaufen ... aber auch nicht alles falsch, was die Zahlen bei uns belegen. Ja, sie sind zu hoch, aber es gibt eben Länder, die noch viel mehr gebeutelt sind.
Ich für meinen Teil möchte gar nicht so sehr kritisieren oder loben ... ich sagte es schon, wirklich beurteilen kann man den Rotz erst, wenn wir nach überstandender Pandemie mal wirklich zurückblicken können, um dann das Für und Wider abwägen zu können. Und ich bleibe auch dabei, ich möchte nicht in der Haut der Politik stecken ... dies ist für uns alle eine neue Situation, mehr oder weniger ... da ist das mit den Entscheidungen eben nicht ganz so locker aus der Hüfte geschossen!

Allerdings bin ich bei den Schulen ganz bei dir, da hätte man schon lange andere Lösungen suchen können, doch irgendwie tut sich die Politik damit schwer, die Schulen aber an vielen Stellen auch.
Sehe ich alles ganz ähnlich.

In Schulen und auch auf den Wegen dort hin wäre ganz sicher konzeptionell und mit entsprechender Technik sehr viel mehr möglich gewesen und wir hatten den ganzen Sommer Zeit dies vorzubereiten. In den Schulen ist weitgehend nichts passiert und was morgens in Bussen und Bahnen abgeht ist eine einzige Katastrophe. Da werden den Schulkindern die in die Busse gepresst werden sodass die Türen kaum noch schließen, dann im Bus Videos vorgespielt von denen sie lernen sollen wie im Bus die Anstandsregeln einzuhalten sind. Sowas kann man dann schon als Versagen werten. Aber wem anlasten, tatsächlich unseren obersten Entscheidungsträgern ? Wohl eher nicht.
Ich denke, dass wir auf das was gerade passiert einerseits so unzureichend vorbereitet waren weil man, oder besser gesagt weil wir alle, einfach nicht damit gerechnet haben, dass diese zweite Welle noch einmal mit solcher Wucht über uns hereinbrechen würde. Andererseits weil in unseren föderalistischen Strukturen politische Entscheidungsprozesse meistens nun mal bis auf die kleinstmögliche kommunale Ebene herunter gebrochen werden und dass bewehrt sich derzeit nicht gerade so wirklich.
Deshalb kann man meiner Meinung nach auch unser demokratisches System nicht mit solchen wie in Asien vergleichen.
Das hätte ich im Sommer mal erleben wollen, wenn unsere Regierung hier so vorgegangen wäre ! :motz: :schreck: :fluecht:
Man kann halt nicht ernsthaft unser Demokratieverständnis mit einem aus Ländern vergleichen in denen die Schulkinder morgens vor Unterichtsbeginn uniformiert in Reihe und Glied strammstehen, eine Lobeshymne auf ihr Land trillern, salutieren und dann im Gleichschritt in die Klassenräume marschieren. Wir hier funktionieren so nun mal schon lange nicht mehr und das ist grundsätzlich auch gut und richtig so.

@ Franky: "Seuchenjens" ist witzig, aber ich halte deine Kritik an ihm für überzogen und verfehlt.
Zuletzt geändert von soese1 am Sa 14. Nov 2020, 10:00, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von soese1 »

Franky hat geschrieben: Sa 14. Nov 2020, 09:40
soese1 hat geschrieben: Sa 14. Nov 2020, 08:13

Das ist wie Äpfel mit Birnen vergleichen.
Du hast jetzt aber nur die Überschrift gelesen, richtig?
Eishockey Fans sind faire Fans, Ultras leider nicht !
Franky
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitrag von Franky »

Man kann halt nicht ernsthaft unser Demokratieverständnis mit einem aus Ländern vergleichen in denen die Schulkinder morgens vor Unterichtsbeginn uniformiert in Reihe und Glied strammstehen, eine Lobeshymne auf ihr Land trillern, salutieren und dann im Gleichschritt in die Klassenräume marschieren. 

Okay, so gut kenne ich Neuseeland dann wohl doch nicht...
Vor der zweiten Welle wurde oft gewarnt. Es wurde wohl als Panik und Hysterie abgetan.
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