Alte Normalität

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Franky
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitragvon Franky » Fr 24. Jul 2020, 10:15

An Lindners Aussage ist etwas dran. Ich würde sie nur ergänzen mit "Nachdem erstmal 8.000 Menschen innerhalb kurzer Zeit sterben mussten, hatten wir endlich gelernt, dass wir doch etwas mehr machen müssen, als einfach nur Händewaschen.".
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casinosoul
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitragvon casinosoul » Fr 24. Jul 2020, 11:36

Wenn Menschen sterben müssen, ist das schlimm. Bislang sind ganz überwiegend alte Menschen gestorben in D. 0,2 Prozent der Bewohner von Altenheimen an oder mit dem Virus. Angaben lt. FAZ. O,2 Prozent! Selbst ich dachte, es seien weitaus mehr.

Ich finde, es wird nun mal allerhöchste Zeit, dass nun auch mal andere Experten in den Massenmefien zu Wort kommen als Vertreter der Alarmfraktion a la Lauterbach et al.

Von einer Erzieherin eines Kindergartens höre ich, dass wenn die Kleinen im Herbst Schnupfen bekommen, was absolut normal ist, dann dürfen sie nicht mehr in den Kindergarten. Ich befürchte im Herbst eskaliert die mediale Hyperalarmstimmung, wenn schon im Sommer ohne Pause in den Medien Alarm geschlagen wird. Im Herbst, wenn die kleinen Kinder Schnupfen und Husten bekommen, dann wird getestet, getestet und nochmals getestet.

Die "Zahlen" werden mit oder ohne Maske "explodieren" und der ARD-Liveticker wird sich überschlagen. Viele werden dann noch mehr verängstigt durch die Gegend rennen.

Es sei denn, die Medien kommen zur Vernunft und berichten endlich mal etwas ausgewogener über die Pandemie.

10.000 Coronstote in D wird es im Winter sowieso geben. Egal, was man tut. Wenn ich mir die jährlichen Influenzatoten in D angucke, wäre man dann da noch gut im grünen Bereich. Ist nicht zynisch gemeint, sondern ganz nüchtern abwägend.

dafri
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitragvon dafri » Fr 24. Jul 2020, 14:23

Wie das im Herbst und Winter verlaufen soll ist mir ein Rätsel.
Ich hatte im Februar urplötzlich Fieber,entzündeten Rachen ,trockenen Husten, Kopf und Glieder Schmerzen. Da ganze streckte sich über 3 Wochen. Damit war ich auf der Arbeit und privaten Umfeld nicht alleine.
Aktuell würde man bei solchen Symptomen Covid 19 garantieren.

Eine Grippe und Erkältungswelle ist normal zwischen Oktober und März. Quasi mit Belegung und demontierung von Winterreifen zeitgleich.

Die Leute werden hysterisch werden ,die Arzt Praxen werden noch überfüllter sein,und die Gesundheitsämter drehen durch.
Wer behält da den klaren Kopf und Übersicht?

Bestimmt nicht die Medien und auch nicht Herr Lauterbach.

Nicht jeder der raucht bekommt Lungenkrebs, und selbst der Helm beim Rad fahren schützt nicht vor heftigen Gesichts Verletzungen ( wie mir gestern ) . Und auch das Rad fahren auf dem Radweg mit uneinsichtigen Fräskanten ,kann gefährlicher sein als mit dem Rad auf der Strasse. ;) :runter:

JudgeDark
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitragvon JudgeDark » Fr 24. Jul 2020, 18:40

Man wird sehen was kommt ... ! Fakt ist aber auch, dass lt. diverser Ärzte die klassischen Erkältungskrankheiten zurückgegangen sind, weil die Menschen mehr auf Hygiene (bei sich selbst und im Umfeld) und Abstand achten.
Man kann aber davon ausgehen, dass es zu einer großen Zahl an Menschen kommen wird, die wegen einer einfachen Erkältung zu Hause bleiben müssen ... und so verkehrt finde ich das gar nicht.
Unter Eishockey-Profis gilt die Eissporthalle am Seilersee als einer der schlimmsten Orte auf Erden. Ach was, es ist die "Hölle", sagen die meisten.
(Süddeutsche Zeitung - Februar 2017)

Sir Henry
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitragvon Sir Henry » Fr 24. Jul 2020, 19:48

Ich kann nicht nachvollziehen, das manche Menschen die Maßnahmen und Experten Meinungen in der Corona Krise in Frage stellen. Uns geht's offensichtlich zu gut und die minimalen Einschränkungen sind wohl nicht zumutbar. Seid froh, dass wir nicht so Experten wie Trump oder Bolsonaro im Land haben...wir würden über ganz andere Dinge diskutieren!

Vor 100 Jahren haben übrigens die Menschen auch gedacht, sie hätten eine Pandemie locker überstanden, die 2. Welle der spanischen Grippe kam und sie war verheerend. Also kein Grund nachlässig zu werden.

Gute Besserung dafri
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casinosoul
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitragvon casinosoul » Sa 25. Jul 2020, 04:52

Gute Besserung, dafri!

Zur "Spanischen Grippe":

Der mathematische Simulationsmodellierer Furgeson vom renommierten Imperial College London hat m.W. das Narrativ "1918 - 2020" in die Köpfe gebracht. Ohne weitere Begründung in der Modellierungsstudie vom 16.3.20. Bis auf: Auch damals habe es keinen Impfstoff gegeben. Die Studie findet man rasch im Internet. Sie hat international viel Aufsehen erregt, da 100.000 Tote in UK modelliert, d.h. am Computer "errechnet" worden sind. Simulationsmodelle werden nicht oder kaum mit empirischen Daten gefüttert, sondern im Regelfall mit theoretischen Annahmen. Füttert man solche Modelle mit anderen Annahmen, kommt hinten auch was anderes raus.

Der Vergleich mit 1918 ist m.E. problematisch. 1918, am Ende von WKI, war die hygienische, gesundheitliche, medizinische und sonstige Lage katastrophal. Stichwort "Rübenwinter" 1917. Desolate Ernährungslage. In den 70ern habe ich mich als Kind gewundert, mit welcher Sorgfalt mein Großvater in Iserlohn, 1918 "revolutionärer" Matrose in Wilhelmshaven, den Teller abkratze. Meine Oma ist 1918 täglich für eine Handvoll Kartoffeln von Hagen nach Menden und zurück zu Fuß gegangen. Selbst meine Eltern hatten keine Ahnung, wie schlimm damals die Ernährungs- und hygienische Krise war. Furgeson hätte mal Historiker kontaktieren sollen.

Heute Inselwechsel. Ich warte im Hafen von Agios Kirikos auf die Fähre nach Limnos. Heute Abend komme ich an. Es soll dort auch keine internationalen Touristen geben. Also beste Voraussetzungen. Ich bin gespannt.

Brick Top
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitragvon Brick Top » Sa 25. Jul 2020, 23:49

casinosoul hat geschrieben:
Mo 15. Jun 2020, 13:02
Der heutige Fall der Maskenpflicht in allen Geschäften in AT (Ausnahme: Friseur, Apotheke) ist übrigens von zahlreichen Virologen und Epidemiologen als richtiger Schritt begrüßt worden. Es gibt nicht nur Drosten. Sollte sich auch mal beim NDR und in Berlin rumsprechen. Nach meinem Eindruck der letzten Monate gibt es mindestens 2 oder 3 Virologen-"Schulen". Einige gucken sich das Virus an und für sich an (Drosten), andere das Interaktionsgeschehen von Virus-zu-Mensch-zu-Mensch-Übertragungen (Streeck). Ist eine sehr komplexe Materie. Da liegt es auf der Hand, dass Experten zu unterschiedlichen Einschätzungen kommen. Endgültige Wahrheiten gibt es in der Wissenschaft nicht. Auch keine unzweideutigen "Beweise", dass die Maske das Virus eindämmt oder nicht.

Bezeichnend ist, dass der Maskenfall in allen Geschäften in AT in den Massenmedien in D heute unerwähnt bleibt. Die Maskenfrage scheint sich in D mehr und mehr zu einer Prestigefrage der Politik zu entwickeln.

Ich vermute, ihr müsst noch bis Anfang Juli warten, bis man auch in NRW wieder unmaskiert einkaufen darf. D hinkt halt - auch mental - 2 Wochen seit März der Entwicklung hinterher. So war es beim Shutdown, so ist es bei den Lockerungen. So jedenfalls mein Eindruck.

Das von mir Hervorgehobene hat Streeck (Derjenige aus der HIV-Forschung, welcher trotz kaum Ahnung von Corona-Viren als Steigbügelhalter für den Wannabe-Kanzler Laschet herhielt und seither medial im Gespräch zu bleiben versucht.) exakt so in einer Talk-Sendung behauptet, und Du übernimmst das, als wenn dies ein Fakt wäre. :roll:

Im Übrigen ist es so, dass Wayne Gretzky sehr genau über die Beschaffenheit des Pucks Bescheid wusste, ich hingegen verstand mich wiederum weit besser darin die Scheibe weiter zu passen. Lass Dich nicht von den Mainstream-Medien oder den manipulierten NHL-Assists-Stats irritieren. Fang jetzt nicht plötzlich an Dich ausgewogen zu informieren bzw. differenzieren, das gibt nur Kopfschmerzen. Einfach unreflektiert so 1:1 in die Welt posten, es wird schon stimmen. :cool:


Habe mal ein paar Seiten quer gelesen:
Ist schon sehr unterhaltsam, was Du hier von Dir gibst, obwohl das Meiste bereits im DEL-Thread bzw. von den aktuellen Entwicklungen widerlegt worden ist.

Komischer Weise ist gar nicht mehr von Schweden die Rede, oder von Österreich, oder Kroatien, usw.. :D
Egal, Deine Hysterie springt einfach weiter zur nächsten subjektiv gefühlten Realität.
Gut, dass hier nahezu alle anderen das Forums-Niveau nicht abgleiten lassen. :rauf:


Über die Maskenregelung in der Schweiz habe ich auch in ARD/ZDF erfahren, das war durchaus differenziert dargestellt. Also kannst Du Deine Lügenpresse-Schauermärchen für Dich behalten.
Apropos: Das hier schon wieder der mediale Arm des Wut-Milliardärs (Addendum) hervorgekramt wird, spricht für sich. :roll:

Bei all der Freude über das Urteil in Gütersloh sollte man es schon genau lesen: Darin wurden die bisherigen Maßnahmen als angemessen beurteilt, sie sollten nur nicht weiterhin auf den ganzen Kreis als auf die Stadt angewendet werden. Man hat dann auch auf letzteres verzichtet, weil die Nicht-Integration der Betroffenen über die Jahre bestens funktioniert hatte.

Lustig auch der Fahrradhelm-Vergleich, auf einmal nach dafris Hinweis war dann doch nur ein Vergleich zwischen einnem niederländischen Dorf und ganz Deutschland gemeint.
Etwas vermessen, würde ich sagen, aber das wäre vermutlich auch geradezu trumpesk, so wie jede Kritik an Österreich und seinem Operetten-Kanzler. Genauso verkehrte Welt wie die Selbsteinordnung bei den Pragmatikern (Der war allerdings wirklich gut. :D ). :floet:
Mir scheint, als würde Österreich wie einige andere Länder Deutschland etwas hinterher hinken, insbesondere mental. :cool:

Es ist aber auch eine schwierige Entscheidung: Eine Maske im Gesicht, oder steigende Infektionszahlen wie Mortalität bis hin zu einem erneuten Lockdown mit weitergehenden Beschränkungen sowie sämtlichen einhergehenden Folgen für die Wirtschaft. Das ist wirklich knifflig sich da zu entscheiden. :gruebel:
Ich für meinen Teil trage lieber ein Stück Stoff im Gesicht, als dass jemand einen Zettel an den Zeh bekommt.
Dass dann irgendein Lobbyist sowie eine Oppositionspolitikerin einer Kleinpartei als Meinungs-Gegenbeispiele genannt werden, legt die eigene Ziel-Recherche nach dem, was man hören bzw. lesen will, um so offener.

Das Thematisieren einer möglichen zweiten Welle weckt Ängste?
Sie passiert längst in diversen Teilen der Welt, wo das Virus im Griff schien, siehe Israel, Victoria/Melbourne, diverse Balkan-Länder, usw.. Sich über ein paar Internet-Schnipsel die eigene Traumwelt zusammen zu suchen und die Realität zu negieren erscheint mir im Vergleich nicht sonderlich clever.
Wenn ich mir die Spinner in diversen Partymeilen im In- wie Ausland anschaue, scheint Angst nicht das vordergründige Problem zu sein.
Dann doch lieber eine nüchterne Informationsvermittlung sowie ein rationaler Umgang damit.
Und zur zweiten Welle der Spanischen Grippe sei festzuhalten, dass sie auch abseits der europäischen Schlachtfelder des 1. WKs wütete. Für wirklich Interessierte lohnt sich der Vergleich zwischen St. Louis (Vorsichtsmaßnahmen) und Philadelphia (Siegesparade) mit all seinen unterschiedlichen Folgen.

Was natürlich nicht geht, ist, wenn Mitmenschen den Corona-Oberaufpasser geben. Und Masken an der frischen Luft machen abseits von Massenaufläufen definitiv keinen Sinn.
Weit schlimmer ist es, wenn in Intensivstationen tätige Mitmenschen bzw. genesene Ex-Covid-19-Patienten wie Aussätzige behandelt und aus Supermärkten geschmissen werden. Davon ist hier nicht die Rede. Der deutsche Michel bemitleidet halt lieber sich selbst.

Hier wird tatsächlich erneut als Argument angeführt, dass doch so viele Intensivplätze frei sind, was allerdings um so mehr an makabrer Ignoranz grenzt.
Noch einmal: 60 % aller in Deutschland Anfang 2020 künstlich Beatmeten starben (In den USA waren es 70 %.), und die Überlebenden sind danach alles andere als topfit. Berichte zu dieser Prozedur/Tortur lohnen im Übrigen.

Dass hier erneut auf das Alter hingewiesen wird, zeigt ebenfalls eine gewisse Realitätsresistenz.
Auch hier noch einmal: Die durchschnittlich verlorene Lebenserwartung der in Deutschland an Covid-19 Verstorbenen lag bei 9 Jahren (In Großbritannien sogar bei 10.).
Ich finde es ehrlich gesagt ekelhaft auch nur in weit geringeren Zeitkategorien menschliches Leben abzuwägen. Als ob sich z.B. die Covid-19-Toten von Bologna spontan entschieden hätten alle im März zu versterben. Da wertes von unwertem Leben trennen zu wollen, sagt schon eine Menge über einen selbst aus.

Zu diesem Aspekt folgt verharmlosend-beschnönigender Whataboutism in 3, 2, 1 ... .
Modulationen sind natürlich immer doof, außer jene eine von der Influenza-Saison 2017/18 (25000 zu 1674), die passt offensichtlich ganz gut, da kann man dann wiederum andere Zahlen vernachlässigen. Ich habe vorsichtshalber trotzdem mal beide Mortalitäts-bezogenen Zahlen diesbezüglich genannt. :cool:

Ratsam bleibt weiterhin die Pandemie rational zu betrachten und mit allen Kenntnissen entsprechend ruhig und zielorientiert umzugehen.
Wie es im Herbst bzw. Winter ablaufen wird, da bin ich auch angesichts potenzieller Symptom-Interpretationen gespannt.
Deshalb aber vorher die katastrophalen Fehler anderer Länder nachzuahmen, wird nicht der Weg sein.

Ob man sich nun Drosten, Kekulé, Lauterbach, diverse Sachverständige vom HZI oder RKI gibt, ist Geschmackssache.
Wer allerdings eine alternative Realität für die eigenen Emotionen sucht, wird sie finden, auch bei ein paar bezüglich dieser Pandemie fachfremden Medizinern.
Ich wünsche weiterhin viel Spaß dabei. :cool:
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Franky
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitragvon Franky » So 26. Jul 2020, 08:38

Leider gibt es keinen "Like-Button" hier.
Daher halt manuell: :rauf: :rauf: :rauf: Danke, Brick Top!
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitragvon soese1 » So 26. Jul 2020, 11:30

Franky hat geschrieben:
So 26. Jul 2020, 08:38
Leider gibt es keinen "Like-Button" hier.
Daher halt manuell: :rauf: :rauf: :rauf: Danke, Brick Top!
Ich habe hier seit längerer Zeit nur mitgelesen, ohne mich zu äußern, weil mir diese Diskussion hier seit einigen Wochen in weiten Teilen einfach nur viel zu schwachsinnig geworden ist. Aber hier möchte ich mich einfach mal anschließen !

:rauf: :rauf: :rauf: Danke, Brick Top!
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitragvon soese1 » So 26. Jul 2020, 11:34

Sir Henry hat geschrieben:
Fr 24. Jul 2020, 19:48
Ich kann nicht nachvollziehen, das manche Menschen die Maßnahmen und Experten Meinungen in der Corona Krise in Frage stellen. Uns geht's offensichtlich zu gut und die minimalen Einschränkungen sind wohl nicht zumutbar.

Ein altes Sprichwort sagt, wenn es dem Esel zu gut geht, dann geht er auf´s Eis.
;)
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitragvon JudgeDark » So 26. Jul 2020, 13:35

Franky hat geschrieben:
So 26. Jul 2020, 08:38
Leider gibt es keinen "Like-Button" hier.


Dann sollten wir das ändern! ;)

Daher halt manuell: :rauf: :rauf: :rauf: Danke, Brick Top!

Dem kann ich mich nur anschließen!
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitragvon Franky » So 26. Jul 2020, 16:16

JudgeDark hat geschrieben:
So 26. Jul 2020, 13:35
Franky hat geschrieben:
So 26. Jul 2020, 08:38
Leider gibt es keinen "Like-Button" hier.


Dann sollten wir das ändern! ;)
Tja, dann immer her mit dem Plugin. Aber bitte keinen von einem Drittanbieter ;-)
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitragvon JudgeDark » So 26. Jul 2020, 18:01

Bitte ... hier hast nen Button! ;)

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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitragvon casinosoul » Mo 27. Jul 2020, 08:49

@Brick Top, ich habe nichts gegen Polemik, aber sie sollte wohldosiert und nicht ausufernd sein.

Deswegen lasse ich mal deine ganze Polemik beiseite und spreche nur zwei, drei Punkte an.

Zu Kurz: Der eifert jetzt Söder nach. In einer Lightversion. Ich hatte darauf aufmerksam gemacht.

Zu Addendum: Der dort Interviewte ist seriöser Public Health-Experte. Sonst wäre er nie und nimmer von der "Presse" (FAZ in AT), vom "Profil" (Spiegel in AT), vom "Standard" (SZ in AT) oder beispielsweise der "Kleinen Zeitung" (liberalkonservative Regionalzeitung in SüdAT) groß interviewt worden.

Hier eine Kostprobe (Videointerview).

https://www.kleinezeitung.at/video/aufe ... er-Schaden

Public Health-Ansätze finde ich sehr klug, da man eine Pandemie nicht nur aus der Brille von Virologen betrachtet, sondern "ganzheitlich", um mal dieses etwas abgegriffene Wort hier zu bemühen.

Zu meiner Einschätzung, die Maskenpflicht in Supermärkten würde in D im Sommer fallen oder zumindest weiter gelockert. Das war eine Fehleinschätzung meinerseits.

Zur Übersterblickeit zwischen 2016 und 2020 in Europa, differenziert auch nach Altersgruppen, siehe hier:

https://www.euromomo.eu/graphs-and-maps

In diesem Sommer (sic!) siehst du, über alle Altersgruppen hinweg, in den Ländern der EU, keine Übersterblichkeit, also keine Auffälligkeiten.

Wie ich den aktuellen Daten des griechischen Gesundheitsministeriums entnehme, bin ich hier auch auf Limnos in einer aktuell coronafreien Zone. Du siehst also, ganz sorglos bin natürlich auch ich nicht.

:hand:

dafri
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitragvon dafri » Mo 27. Jul 2020, 19:10

Mir fehlen die Worte bei den Massen Partys im ganzen Land. Diese Leute zerstören mehr ,als Urlaubs Heimkehrer welche sich an alle Regeln halten,geschweige Outdoor Sport Veranstaltungen mit Abstand und Hygiene Konzept.

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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitragvon Brick Top » Di 28. Jul 2020, 00:58

@ casinosoul:

Nein, das ist nicht zwangsläufig Polemik, weil Du es so empfindest.
Wer hier über Seiten austeilt, sollte dann auch einstecken können.
Und die Konfrontation mit der Realität inklusive der eigenen Aussagen muss man dann auch aushalten können statt zu versuchen die nächste Deutungshoheit Deinerseits zu platzieren.

Gerade meine Metapher auf Deinen Streeck-/Drosten-"Vergleich" war noch nett, gemessen daran, dass Du hier eine Aussage eines hinsichtlich dieser Pandemie fachfremdem Virologen mit dem Zweck weiterhin in den Medien stattzufinden wortwörtlich übernimmst und als Deinen Eindruck bzw. Quasi-Fakt zu verkaufen versuchst, ist arglistige Täuschung der Leser.
Nicht nur hier fällt auf, dass Du auf keine Reflexion bzw. einen Austausch aus bist bzw. warst, sondern auf ein Wunsch-Szenario Deinerseits ganz stringent abziel(te)st.

Die Reaktionen anderer User im Anschluss könnten Dich vielleicht zu einer Selbstreflexion führen. Wenn nahezu alle anderen Deine Argumentationsweise und nicht eine vermeintliche Polemik des Gegenübers kritisieren, könnte man ja mal über sich bzw. die eigenen Beiträge nachdenken. Denn das schreiben die sicher nicht, weil ich hier so dufte herüber komme und Dir alle was wollen.

Österreich hast Du hier Mantra-mäßig als ständig voraus gepredigt, und gleichzeitig Kritik an dieser Behauptung mit einer Etikettierung bzw. Schublade "gedroht", ich zitiere: "Wenn die Leute aus D etwas über AT sagen, dann klingt das immer so, als ob Trump etwas über Europa twittert. Klingt in euren Ohren krass, ist aber so." Die Botschaften sind, das sei "immer" so, und am Ende nochmal, dass es so sei. Da ist es schon pure Ironie, dass Du selbst zuletzt wiederholt einräumst, dass es nun wiederum umgekehrt ist sowie gleichzeitig die Ländernamen durch einzelne Politikernamen auswechselst. :D

Du hattest bereits im DEL-Thread auf diesen einen Public-Health-Experten hingewiesen. Das ist auch solch ein Irrglaube: Durch permanentes Wiederholen zu meinen die Leser hier würden es schon irgendwann als Fakt abkaufen. Das ist ein Phänomen, das von manchen aktuellen Politikern herüber zu schwappen scheint. :cool:
Martin Sprenger selbst war in der Corona-Taskforce des österreichischen Gesundheitsministeriums, aus welcher er im April zurücktrat. Darauf folgten: Interviews, TV-Auftritte und ein Buch. Hm, ich erkenne da irgendwie ein Muster bzw. bekomme da solch ein Streeck'sches Déjà-vu. :cool: Du hast Du es offenbar mit eitlen, Medien-affinen Aufmerksamkeits-Bedürftigen, die ohne ihre eigene (Gegen-)Version nicht mehr wahrgenommen werden würden.
Ansonsten kann ich einige seiner Aspekte durchaus teilen, zumal er keine Kapitalkritik tätigt. Warum Parks und Wanderwege gesperrt wurden, ist für mich als Laie auch nicht nachvollziehbar.

Du wirkst sehr getrieben in Deiner Vorgehensweise hier. Selbst aus Deinen Urlauben (und da meine ich nicht Deinen letzten Post) schreibst Du unablässig zwischen den jeweils von der Wirklichkeit überholten Aspekten springend. Das wirkt durchaus - und ich fürchte, ich bin da nicht alleine mit meiner Ansicht :cool: - ausgesprochen ideologisch statt ergebnisoffen den Austausch suchend. Da hättest Du Dir keinen Zacken aus der Krone (Nein, nicht das komische Boulevard-Blatt.) gebrochen zu sagen, dass Du Dich da etwas verrannt hast. Es ist für uns alle die erste Pandemie, und in diesen vollatilen Zeiten kann man sich täuschen.
Daher ist es gut, dass Du Deine Maskenpflicht-Einschätzung neu beurteilst. Auch die DEL wird nicht im September starten, schon gar nicht vor vollen Hallen. Und so vieles kommt anders, als von Dir sowie vermutlich jedem anderen eingeschätzt.
Mindestens genauso gut ist, dass Du mit dem Euromomo-Link die Einschätzung von fast allen hier bestätigst, dass die Beschränkungs-Maßnahmen inklusive Maskenpflicht ihre Wirkung in weiten Teilen der EU erzielt haben :rauf: (Welche Maßnahme genau wieviel Anteil hat, werden wir wohl erst später wissen.), so dass wir zumindest vorübergehend im Sommer etwas Ruhe in die Pandemie-Lage bekommen. Wenn man in die weite Welt blickt, haben wir bislang irgendwas vergleichsweise richtig(er) gemacht. Ich hoffe, wir können in dieser Lage verbleiben, wobei dies stets fragil wirkt.

Und das ist der Punkt, man kann es immerhin (funktionell, nicht in der Dimension) mit anderen Ländern vergleichen:
Vor kurzem war 10 Jahre Loveparade-Tragödie. Wenn Duisburg diese vorher wie Bochum abgesagt hätte, wäre das Theater groß gewesen, weil fast niemand gewusst hätte, welche Katastrophe allen Beteiligten erspart geblieben wäre. Sicherlich eines von vielen Beispielen.
Bei der gegenwärtigen Pandemie ist es anders: Man sieht im weltweiten Vergleich sowie auch an lokalen Hotspots, was passiert, wenn man die aktuelle Situation nicht ernst nimmt bzw. leichtsinnig agiert.

Für mich ist in der Pandemie nahezu alles an Aktivitäten genommen worden: Meine Urlaube waren für Reisen außerhalb der EU sowie für Festivals geplant. Ansonsten bewege ich mich gerne auf Konzerten sowie - Überraschung - bei Eishockey-Spielen. Für mich war sehr schnell klar, dass all dies als allerletztes wieder möglich sein wird. Ich verstehe und akzeptiere das voll und ganz, zumal ich mich als deutscher Staatsbürger sowie mich obendrein in einem krisensicheren Beruf bewege. Insofern sind dies im Vergleich Luxusprobleme, über die ich mich nicht beklagen kann.
Ich habe auch keinen Spaß daran eine Maske zu tragen. Dessen Beitrag zur Infektionsvermeidung in geschlossenen Räumen ist allerdings allseits unumstritten. Und da sollten wir uns nicht von den gegenwärtigen offiziellen Infektionszahlen täuschen lassen. Das Virus wurde in Italien bereits im Dezember 2019 festgestellt. Der große Ausbruch folgte allerdings erst im Frühjahr 2020. Ein exponentieller Ausbruch läuft also nicht über zwei Wochen, wo sich jeder mit einem anderen zur gleichen Sekunde ansteckt, sondern weit gestreckter.

Wir sollten uns angesichts der allseits schwer einzuschätzenden Lage ehrlich dahingehend reflektieren, was passieren könnte, wenn man selbst irrt. Was wären dann jeweils die Auswirkungen? Entweder wir haben ein paar Wochen zu lange Masken getragen bzw. uns anderweitig eingeschränkt oder deutlich mehr Intensiv-Fälle mit schwerem Verlauf zuzüglich entsprechender Mortalität mit entsprechend heftigeren Gegenmaßnahmen.
Dies ist etwas, das es zu überdenken lohnt.


Ansonsten danke an F, S1 & JD für die Blumen, die ich aber auch an jeden zurück geben kann für die jeweils sehr lesenswerten Beiträge hier sowie in jenem DEL-Thread.


Ich wünsche Dir aktuell sowie allen anderen früher oder später einen entspannten Urlaub (gehabt zu haben). :hand:
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitragvon Sir Henry » Di 28. Jul 2020, 05:20

Auf den Punkt gebracht :rauf:, dem ist Nichts hinzuzufügen.
Interessanter Vergleich, Corona - Loveparade, den werde ich bestimmt auch noch hier und da mal anbringen um es einigen Zweiflern und Verharmlosern zu erklären ;)
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitragvon JudgeDark » Di 28. Jul 2020, 08:36

Ich denke Bricks letztes Posting fasst die Lage bzgl. Covid-19 und die vorherrschende Meinung im Forum sehr gut zusammen ... vielen Dank dafür, dass du dir die Mühe gemacht hast, diesen umfangreichen Post zu verfassen!

Btw. sieht man ja in Österreich, was ein kleine Schar feiernder Hotelangestellter bewirken kann: Corona-Hotspot in Österreich: 62 Infizierte am Wolfgangsee. Und zu den vielen Feiernden in Deutschland (wie auch anderswo) fällt mir auch nicht wirklich viel ein ... völlig unverständlich, dass mein das Feiern so über seine und die Gesundheit anderer stellen kann!
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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitragvon casinosoul » Di 28. Jul 2020, 10:26

Viele begrüßen die Maskenpflicht in Supermärkten. Das ist ihr gutes Recht.

Ich hingegen hinterfrage die Sinnhaftigkeit der Maske in Supermärkten, jedenfalls derzeit. In NL sieht man es derzeit auch ähnlich wie ich. Dort hat man sich für einen anderen Weg entschieden, den ich für sinnvoller und verhältnismäßiger halte. Zutritt zum Supermarkt ohne Maske, aber mit Einkaufswagen, seit Anfang Juli. Nach meinen Eindrücken - in Winterswyk - scheint das gut zu funktionieren.

Maßgeblich sind für mich harte Faktoren (Übersterblichkeit, Hospitalisierte, Intensivpatienten). Und da sieht es derzeit (sic!) ganz gut aus.

Die Fixierung auf posititv Getestete ist jedenfalls umstritten. Siehe hier.

https://www.derstandard.at/story/200011 ... ef=article

Wenn ich mir hier in GR angucke, wie die Maskenregeln im Alltag interpretiert und umgesetzt werden, dann müssten die Zahlen eigentlich schon vor vielen Wochen explodiert sein, wäre die vorherrschende Sichtweise in D die Wahrheit. Sind sie aber nicht.

Nach meinen Eindrücken aus inzwischen 6 verschiedenen EU-Ländern (in Spanien und Italien war ich nicht!) wird die national jeweils sehr unterschiedliche Maskenregel nirgendwo mit so einer Rigidität und Gründlichkeit im Alltag umgesetzt wie in D. Und diese Länder sind bislang nicht im Gesundheitsnotstand versunken.

Morgen gehe ich zum Frisör. Das sieht so aus: Kunden treten ohne Maske ein. Abstandregeln werden respektiert. Frisöre tragen Maske, aber eigentlich keiner über die Nase.

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Re: Alte Normalität

Ungelesener Beitragvon Schwabenrooster » Di 28. Jul 2020, 11:55

Sehe ich genau umgekehrt, Masken sind sinnvoll, das ist meiner Ansicht völlig unstrittig, ich halte die Einkaufswagenpflicht in Einzelfällen für unsinnig. Wenn ich mehrere Lebensmittel kaufe brauche ich sowieso einen Einkaufswagen. Aber ein Einkaufswagen wenn ich nur Zigaretten kaufe ist so ein Quatsch. :wall: :motz: :karte:
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